Ein Gegenschlag von Katar ist nicht zu erwarten

Ben Segenreich im Puls-24-Interview: Ein Gegenschlag von Katar ist nicht zu erwarten

Mena-Watch-Korrespondent Ben Segenreich sprach heute im Puls-24-Interview über mögliche Reaktionen auf den israelischen Angriff auf die Hamas in Katar.

Mena-Watch-Korrespondent Ben Segenreich – ehemaliger ORF-Korrespondent in Israel und Nahost-Experte – war heute Morgen bei Puls 24 News zu Gast. Im Interview mit Anchorman René Ach berichtete Segenreich über den israelischen Angriff auf hochrangige Hamas-Mitglieder in Katar. Dabei erklärte Segenreich die Hintergründe dieses Luftschlags, der der erste seiner Art in Katar war, das »eine Art Stützpunkt der Hams ist«. Das Golfkönigreich nehme eine Art Sonderstellung ein, indem es einerseits gute Beziehungen zum Westen hat, andererseits aber auch ein Sponsor des Terrors ist. »In Doha gingen die Hamas-Chefs ein und aus», was die Frage aufwerfe, was ausgerechnet Katar zum Vermittler prädestiniere, wo es doch so ein Näheverhältnis zur Terrororganisation hat und schwerlich als neutral gelten kann.

Die Auswirkungen des israelischen Angriffs auf die Hamas-Führung in Katar seien zwar schwer einzuschätzen, mit einem Gegenschlag sei aber nicht zu rechnen, so Segenreich, der in der Kritik an Israel hauptsächlich Lippenbekenntnisse sieht. »Es ist zwar etwas außergewöhnliches passiert, aber wahrscheinlich geht alles so weiter wie bisher, wobei Hauptfrage natürlich ist, ob Katar die Vermittlungsbemühungen fortsetzt.« Die Israelis, so Segenreich würden es lieber sehen, wenn nun Ägypten das Heft stärker in die Hand nimmt. Auch die innerisraelische Diskussion, ob der Angriff dem Interesse, die Hamas zu besiegen und die Geiseln freizubekommen, nun eher zuträglich war oder nicht, war Thema des Gesprächs zwischen Ach und Segenreich.

Den Mitschnitt des Interviews finden Sie hier.

Sprechen Sie »Hamas«?

Nein? Kein Problem: Mena-Watch erläutert Passagen aus einem Interview mit Hamas-Führer Ghazi Hamad.

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