Autor: Ulrich W. Sahm

Ulrich W. Sahm, geboren 1950 in Bonn als Sohn eines deutschen Diplomaten, belegte nach erfolgtem Hochschulabschluss in evangelischer Theologie, Judaistik und Linguistik in Deutschland noch ein Studium der Hebräischen Literatur an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1975 ist Ulrich Sahm Nahost-Korrespondent für deutschsprachige Medien und berichtet aus Jerusalem.

Geschenke und Strafen – Wie Europas Gouvernanten in Nahost versagen

Von Ulrich Sahm Man kennt das aus dem Kindergarten: Da hat ein 5-jähriger eine neue Schaufel bekommen und haut sie seinem Kameraden über den Kopf. Wenn die Erzieherin dem Jungen dann verbietet, mitzuspielen, gibt es Riesengeschrei. Doch niemand käme auf die Idee, die Erzieherin als unmenschlich zu beschimpfen. Es ist…

Muhammad Alis kompliziertes Verhältnis zu den Juden

„Muhammad Ali ist tot. Die amerikanische Boxerlegende verstarb in der Nacht zum Sonntag in Arizona im Alter von 74 Jahren an den Folgen seiner Parkinson-Erkrankung. Ali setzte sich für den palästinensischen Kampf gegen Israel ein. Sein Verhältnis zum Judentum war äußert schwierig. (…)Zeitgleich mit seiner Bekehrung zum Islam 1964 sympathisierte er mit…

Nahöstlicher Küchen-Konflikt: Das Geheimnis von Falafel & Humus

Von Ulrich Sahm Zwischen Israelis, Palästinensern und Ägyptern tobt seit langem ein Krieg wegen kulinarischen Urheberrechten. Jeder beansprucht für sich, die typisch orientalischen Gerichte erfunden zu haben: fettgebackene würzige Falafel und der Hummus genannte Kichererbsenbrei. Jeder reklamiert sie als Nationalspeise. Palästinenser betrachten es als „Diebstahl“, wenn Israelis diese Speisen als ihre…

Warum Abbas wenig Interesse an der Ausrufung eines palästinensischen Staates zeigt

„Papier ist geduldig und tatsächlich steht auf Briefköpfen und Hinweistafeln in Ramallah schon ‚State of Palestine‘ mitsamt Staatswappen. Vor der UNO weht in einer Reihe mit Flaggen von anderen UNO-Mitgliedern die palästinensische Fahne. In UNO-Gremien wird wie selbstverständlich vom ‚Staat Palästina‘ geredet, obgleich Präsident Mahmoud Abbas ihn aus guten Gründen…

Terrorstaat Israel?

„Israel gilt manchen als ‚Terrorstaat‘. Dazu müssten die Täter aber glorifiziert werden. Stattdessen wird ihnen der Prozess gemacht. … Wäre Israel tatsächlich ein Terrorstaat, müssten die genannten Täter als ‚Helden des Widerstandes‘ gefeiert und vom Staat mit fetten Apanagen ausgestattet werden. Fußballstadien, Schulen und Straßen müssten nach ihnen benannt werden,…

Machtübernahme durch Siedlerlobby und (Ultra-)Orthodoxe in Israel?

„Es wird vielleicht einige Leser enttäuschen: Aber in über 40 Jahren sind dem Autor in Israel keine finsteren Verschwörer begegnet. Keine geheime rechte Siedlerlobby sitzt an den Schalthebeln der Macht und noch weniger ist mit einer Regierungsübernahme der Orthodoxen zu rechnen. Wer solche Dinge sucht, wird sich weiterhin vertrauensvoll an…

Mit welchen Bedrohungen ist Israel konfrontiert?

„Wegen einseitigen, antisemitisch orientierten Verurteilungen durch Menschenrechtsorganisationen, des Menschrechtsrates der UNO, BDS oder anderen Organisationen werden die Juden Israels ganz gewiss nicht ihre Koffer packen, ‚um nach Auschwitz zurückzukehren‘, wie es die palästinensische Propaganda fordert. Im Spiegel und anderen europäischen Medien wird eine akute Bedrohung Israels als Hirngespinst von Premierminister…

Wie man Terror am Airport wirksam verhindert

Von Ulrich Sahm Es gibt ein von Terror besonders betroffenes „westliches“ Land, wo sich viele Maßnahmen zum Schutz der Fluggäste längst bewährt haben. Im terrorgefährdeten Israel hat es schon lange keinen erfolgreichen Anschlag etwa auf den Ben-Gurion-Flughafen gegeben. Es wäre ein Leichtes, die israelischen Methoden zu kopieren.  Schon 2001 nach 9/11…

Die Palästinenserführung gehört wegen Kindesmissbrauch vor ein Tribunal

„Auffallend ist, dass sich die palästinensische Führung deutlich hinter die Attentate (auf Israelis, Anm.) stellt. So dass man diese als Teil der offiziellen Politik betrachten muss. Minderjährigen Selbstmordattentätern ist immer Mitleid sicher, vor allem, wenn sie von den Israelis aus Notwehr erschossen werden. Die palästinensische Propaganda nennt das ‚außergerichtliche Hinrichtung‘.…

Die Medien können nicht bis drei zählen

Bei über 90.000 Toten in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs, über 6.000 allein im vergangenen Monat, ist es für den deutschen Medienkonsumenten lebenswichtig, die genaue Zahl der von Hamas und Israel aufeinander geschossenen Raketen zu erfahren, auch wenn dabei niemand verletzt worden ist. Scud-Raketen auf die eigene Bevölkerung in Syrien…