Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen spricht von einer groß angelegten Operation, die sie tief im saudischen Hoheitsgebiet durchführe.
Die vom Iran unterstützten Huthi gaben am Dienstag bekannt, sie hätten Energieanlagen des Ölriesen Aramco im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Der militärische Sprecher der jemenitischen Terrorgruppe bezeichnete Angriff als Teil einer »groß angelegten Operation«. Der Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Koalition zur Unterstützung der international anerkannten Regierung im Jemen antwortete in er Reaktion, dass sein Land entschlossen auf den jüngsten Ausbruch von Feindseligkeiten reagieren werde.
Die Huthi, die die bevölkerungsreichsten Teile des Jemen und einen Großteil des Nordens kontrollieren, führen seit der Verhängung einer Seeblockade gegen Riad im Juli Angriffe auf Saudi-Arabien durch, wobei ihre Attacken bislang auf saudische Schiffe im Roten Meer abzielten.
Gefährliche Eskalation
Die jüngste Eskalation sei »gefährlich«, da die Huthi nun zivile und wirtschaftliche Einrichtungen im weltweit größten Ölexporteur und führenden OPEC-Mitglied angegriffen hätten, erklärte der Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Koalition im Jemen am Dienstag. »Die Koalition wird alle notwendigen operativen Maßnahmen ergreifen, um diese terroristische Miliz abzuschrecken und ihrem feindseligen Vorgehen entschlossen entgegenzutreten«, sagte Oberst Turki al-Malki. Die Huthi hätten Angriffe auf Ziele in den saudischen Städten Abha, Khamis Mushait, Jazan und Najran gestartet.
Das saudische Energieministerium teilte mit, dass eine Reihe von Energieanlagen und Versorgungsbetrieben im Süden des Königreichs von den jemenitischen Terrormilizen angegriffen worden seien, was an mehreren Standorten zu Bränden geführt und den Betrieb teilweise vorübergehend lahmgelegt habe.
