Jemenitische Regierung warnt vor Huthi-Plänen, die Meerenge am Roten Meer zu erobern

Huthi-Angriffe auf Schiffe im roten Meer: Plakatwand im der jemenitischen Hauptstadt Sanaa
Huthi-Angriffe auf Schiffe im roten Meer: Plakatwand im der jemenitischen Hauptstadt Sanaa (© Imago Images / Hamza Ali)

Die Huthi arbeiten daran, die Voraussetzungen für die Eroberung der Meerenge von Bab al-Mandab zu schaffen, erklärte der jemenitische Informationsminister.

Die international anerkannte Regierung des Jemen warnte am Mittwoch, dass die von Iran unterstützte Terrororganisation der Huthi plane, die Meerenge von Bab al-Mandab an der Mündung des Roten Meeres zu erobern.

»Die Huthi-Miliz arbeitet daran, die Voraussetzungen für die Übernahme der Kontrolle über die Meerenge von Bab al-Mandab zu schaffen, indem sie ihre Präsenz entlang der Westküste ausweitet und versucht, strategisch wichtige jemenitische Inseln im Roten Meer unter ihre Kontrolle zu bringen«, erklärte der jemenitische Informationsminister Moammar al-Eryani gegenüber der Nachrichtenagentur.

Terror am Roten Meer

Im Jahr 2025 stufte die US-Regierung die Huthi, die seit 2014 den überwiegenden Teil des Nordwestens des Jemen einschließlich der Hauptstadt Sanaa kontrollieren, als ausländische terroristische Organisation ein. Seit Jahren verübt die Gruppe Angriffe auf Schiffe vom Hafen Hodeidah am Roten Meer aus. Am Montag übernahm sie die Verantwortung für Angriffe auf den von der jemenitischen Regierung kontrollierten Hafen Mokka.

Anfang Juni erklärten die Huthi, den israelischen Schiffsverkehr im Roten Meer zu blockieren. »Wir verhängen ein vollständiges Verbot für feindliche Schiffe im Roten Meer und betrachten alle zionistischen Bewegungen als militärische Ziele für unsere Streitkräfte«, sagte der militärische Sprecher Yahya al-Saree damals in einer Fernsehansprache.

Mitte Juli gab die Terrormiliz dann bekannt, eine sofortige Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängen zu wollen. Die vom Iran unterstützten Terrormilizen »verhängen eine Seeblockade gegen den kriminellen saudischen Feind«. Dieses Embargo erfolge gemäß »dem Prinzip ›Auge um Auge‹« und trete »mit der Veröffentlichung dieser Erklärung sofort in Kraft«, erklärte Saree nach einem Angriff der jemenitischen Regierung auf den Flughafen von Sanaa, für den die Huthi das Nachbarland Saudi-Arabien verantwortlich machten.

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