Iranischer Präsident: Waffenstillstand ist »Frucht des Blutes« von Khamenei

Der iranische Präsident Masoud Peseschkian

Zugleich erklärte Pakistans Premierminister, dass diplomatische Gespräche zur Lösung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran in Islamabad stattfinden werden.

Der iranische Präsident Masoud Peseschkian verlautbarte am Mittwoch, der Waffenstillstand mit den Vereinigten Staaten sei die »Frucht des Blutes unseres großen gefallenen Führers«, des bei einem Luftschlag getöteten Ayatollah Ali Khamenei, und »aller Menschen vor Ort« gewesen. Die Einigung entspreche den »vom Iran gewünschten allgemeinen Grundsätzen«, twitterte Peseschkian, der erklärte, dass »wir von heute an auch weiterhin zusammenbleiben werden«.

In einem separaten Tweet vor Inkrafttreten des Waffenstillstands brüstete sich der Präsident der Islamischen Republik: »Mehr als vierzehn Millionen stolze Iraner haben sich bisher bereit erklärt, ihr Leben für die Verteidigung des Iran zu opfern. Auch ich war, bin und werde weiterhin bereit sein, mein Leben für den Iran zu geben.« Dabei bezog sich Peseschkian offenbar auf frühere Drohungen von US-Präsident Donald Trump, iranische Kraftwerke und weitere kritische Infrastruktur zu bombardieren. Danach war in Berichten behauptet worden, dass iranische Zivilisten in Scharen herbeigeströmt seien, um diese Anlagen als menschliche Schutzschilde zu verteidigen.

Verhandlungen in Islamabad

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif teilte am Mittwoch mit, er habe mit dem iranischen Präsidenten gesprochen. Dabei habe er seine Anerkennung für Peseschkians »Weisheit und Klugheit« bei der Annahme des pakistanischen Angebots zum Ausdruck gebracht, später in dieser Woche Friedensgespräche in Islamabad auszurichten.

Sharif erklärte, dass Peseschkian die Teilnahme des Iran an den bevorstehenden Verhandlungen bekräftigt habe. »Pakistan bleibt entschlossen, eng mit all seinen Freunden und Partnern zusammenzuarbeiten, um Frieden und Stabilität in der Region und darüber hinaus voranzubringen«, twitterte der pakistanische Premierminister.

Zuvor sagte Trump am Dienstagabend, er habe einem »beidseitigen Waffenstillstand« mit dem Regime in Teheran zugestimmt, nachdem er mit dem pakistanischen Premierminister gesprochen habe, der „mich gebeten hat, die zerstörerische Streitmacht zurückzuhalten, die heute Nacht in den Iran entsandt werden sollte«. Der Grund für die Entscheidung sei gewesen, »dass wir bereits alle militärischen Ziele erreicht und übertroffen haben und bei einer endgültigen Vereinbarung über langfristigen Frieden mit dem Iran und im gesamten Nahen Osten sehr weit fortgeschritten sind.«

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