Dass der nur wenige Stunden nach dem Tod des IS-Anführers al-Baghdadi ernannte Nachfolger den Reihen von Saddam Husseins Baath-Partei entstammt, ist kein Zufall.
Rund um die Aktion, die zum Tod des IS-Chefs führte, sind noch viele Fragen offen – nicht zuletzt an die Türkei, die das Gebiet an ihrer Grenze kontrolliert,in dem er gestellt wurde.
Nachdem der US-Präsident ankündigte, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen und so die türkische Militäraktion gegen die Kurden ermöglichte, scheint er nun einen Rückzug vom Rückzug zu machen.
In einem Jahr läuft das UN-Waffenembargo gegen den Iran aus. Sollte das wirklich geschehen, droht eine weitere Verschärfung der Lage in der gesamten Region.
Potentielle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten Elizabeth Warren kkann sich vorstellen, die Militärhilfe an Israel einzustellen, wenn dieses weiter Siedlungen baut.
Israel und einige arabische Staaten vertiefen ihre Zusammenarbeit: eine hochrangige israelische Beamtin nahm an einer Sicherheitskonferenz in Bahrain teil.
Die Fähigkeit der Türkei, ihre militärische Kampagne in Syrien fortzusetzen, könnte teilweise weit entfernt vom Schlachtfeld entschieden werden: auf dem Devisenmarkt.
Während iranische Entscheidungsträger den Westen genau studieren, folgen westliche Politiker oft den Klischees, die sie vom Iran haben, weswegen sie in den Verhandlungen so oft den Kürzeren ziehen.
Donald Trump interessiert Syrien nur als Bühne für seine Innenpolitik. Doch auch Wladimir Putin, dem er das Land de facto überlassen hat, kann nur bedingt etwas damit anfangen.
Wie die BBC am Donnerstag berichtete, ignorierte der türkische Präsident den ungewöhnlichen Brief, den er vom US-Präsidenten erhalten hatte, und warf ihn einfach in den Papierkorb.
Der US-Präsident rechtfertigte den Truppenabzug aus Nordostsyrien unter anderem damit, dass die Kurden den USA im Zweiten Weltkrieg auch nicht geholfen hätten.
Wenn es denn USA nicht gelingt, den Druck auf den Islamischen Staat aufrechtzuerhalten, wird dieser den Truppenrückzug aus Syrien für sich zu nutzen wissen.