Schlagwort: Profil

Immer gelassen bleiben

Analysiert man die profil-Berichterstattung über die Umwälzungen in der arabischen Welt, lassen sich mehrere Phasen identifizieren. In Phase 1 herrschte Euphorie über die Proteste und im Einklang mit einem großen Teil der übrigen Medienwelt wurden all jene, die vor einem Siegeszug der Islamisten warnten, als Panikmacher und ewig-gestrige Kulturkämpfer denunziert. Als…

Wochenbericht, 16.1. bis 22.1.2012

Die Berichterstattung österreichischer Zeitungen über den Nahen Osten gleicht in den letzten Wochen einer Hochschaubahnfahrt. Sah die Vorwoche ein Anwachsen der Zahl der relevanten publizierten Beiträge um knapp 30 Prozent, so war diese Woche mit einem Rückgang der Gesamtzahl um über 37 Prozent (von 239 auf 150) das genaue Gegenteil…

Ein paar einfache Regeln

Wenn Tessa Szyszkowitz im profil über den israelisch-palästinensischen Konflikt schreibt, folgt sie einigen wenigen, im Grunde einfachen Regeln, die, zusammen genommen, ein höchst tendenziöses Bild der Lage zeichnen. Berichtet Szyszkowitz aus den palästinensischen Gebieten, geht es darum, klarzumachen, dass die Schuld am Fortdauern des Konflikts bei den Israelis im Allgemeinen und israelischen…

Alles ist relativ

Der ORF berichtet über einen israelischen Angriff auf einen palästinensischen Terroristen im Gazastreifen: „Der Mann habe Angriffe auf Israel vom benachbarten Ägypten aus vorbereitet, erklärte die (israelische) Armee in der Nacht auf heute.“ Der bei dem Angriff getötete Abdalla Telbani gehörte zu einem „lockeren Netzwerk aus ultrakonservativen Salafisten …, die…

EIN ZEICHEN DER MÄSSIGUNG

Im aktuellen profil (Nr. 47/2011) ist zu lesen: „Immerhin aber ist es den Frauen in diesem Winter wieder erlaubt worden, in den Restaurants in Gaza-Stadt Wasserpfeife zu rauchen.“ Mit dem Verweis darauf, dass den Frauen jetzt wieder erlaubt wurde, was ihnen offenbar zuvor verboten war, bekommen die Leser zumindest implizit eine Ahnung…

VERZERRUNG MIT METHODE

Im profil (Nr. 47/2011) berichtet Tessa Szyszkowitz über ihre Besuche bei drei von jenen 477 Palästinensern, die im Oktober im Austausch für die Freilassung des im Gazastreifen in Geiselhaft gehaltenen israelischen Soldaten Gilad Shalit aus israelischer Haft entlassen wurden. In ihrer Geschichte kommen mehrere Mörder vor. Die Art und Weise, in der…

Nicht nur albern, sondern dumm

Es ist bezeichnend für das Niveau der Diskussion, dass man immer wieder auf diesen Punkt zurückkommen muss: Im aktuellenprofil (Nr.16/2012) wärmt Georg Hoffmann-Ostenhof wieder einmal das Märchen auf, dass Irans Präsident Ahmadinejad niemals gefordert habe, Israel müsse von der Landkarte verschwinden. Dieser Versuch ist, in den Worten des Israel-Korrespondenten der ARD, Richard…