Schlagwort: Presse

Wochenbericht, 4.6. bis 10.6.2012

Die Nahostberichterstattung österreichischer Tageszeitungen stand in der vergangenen Woche im Zeichen von drei Themen: der Eskalation der Lage in Syrien, angeblich mit Atomwaffen bestückten israelischen U-Booten deutscher Provenienz und dem Vorhaben von Premier Erdogan, das Abtreibungsrecht in der Türkei massiv einzuschränken. Allgemeiner Überblick In den vergangenen sieben Tagen erschienen in…

Fiktive Fortschritte

Die Presse berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass Yukiya Amano, der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, mit iranischen Vertretern wieder über den Zugang zu der Forschungsanlage Parchin verhandeln werde. Die IAEA vermutet, dass „der Iran dort an Atomwaffen gebastelt habe, zuletzt aber Spuren verwischen wollte.“ Obwohl vor nicht allzu langer Zeit…

Wochenbericht, 28.5. bis 3.6.2012

Das dominierende Thema der Nahostberichterstattung österreichischer Tageszeitung war in der letzten Woche das Blutvergießen in Syrien. Das Massaker von Houla, bei dem über 100 Menschen getötet wurden, hat zwar allerorten Empörung, aber keinen russischen Kurswechsel ausgelöst. In Österreich verstand Verteidigungsminister Darabos derweil die Aufregung über seine Israel-Aussagen nicht – und…

Unverbrüchliche Schönwettersolidarität

In der Presse berichtet Susanne Knaul über die Israel-Reise des deutschen Bundespräsidenten: „Joachim Gauck steht zu Israel“. Demnach habe Gauck „bei seinem Besuch ein klares Bekenntnis zur Solidarität mit Israel“ abgelegt. „Deutschland und Israel seien enger verbunden als jemals zuvor, durch gemeinsame Werte, aber auch durch gemeinsame Interessen“. In ihrem…

Wochenbericht, 21.5. bis 27.5.2012

Nach zwei Wochen, in denen der Nahe Osten in der Berichterstattung österreichischer Tageszeitungen eine eher bescheidene Rolle gespielt hat, sorgten drei Themen dafür, dass er in den vergangenen sieben Tagen in den Medien prominent vertreten war: die Präsidentschaftswahlen in Ägypten, die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in Bagdad sowie die…

Wochenbericht, 14.5. bis 20.5.2012

In den vergangenen sieben Tagen spielten Nordafrika und der Nahe Osten in der Berichterstattung österreichischer Tageszeitungen eine eher bescheidene Rolle – bis Verteidigungsminister Darabos sich am Wochenende aus heiterem Himmel heraus genötigt sah, in einem Interview mit der Presse gegen Israel vom Leder zu ziehen, die Bedrohung des jüdischen Staates…

Wochenbericht, 7.5. bis 13.5.2012

Die Nahostberichterstattung österreichischer Tageszeitungen war in der vergangenen Woche einigermaßen unspektakulär. Der Grund dafür war nicht unbedingt, dass es nichts zu berichten gegeben hätte, sondern dass eigentlich recht brisante Meldungen – wie etwa neue Enthüllungen über das iranische Atom(waffen)programm sowie Todesdrohungen gegen einen in Deutschland lebenden iranischen Musiker – kaum…

Wochenbericht, 30.4. bis 6.5.2012

Die Nahostberichterstattung österreichischer Tageszeitungen wies in der vergangenen Woche gleich mehrere Besonderheiten auf. Einerseits war ungewöhnlicher Weise der Kurier die Zeitung mit den meisten relevanten Beiträgen. Andererseits, und nicht weniger ungewöhnlich, war dieses Mal Libyen das Land, über das am meisten zu lesen war. Aufschlussreich war schließlich auch noch, worüber…

Immer diese Missverständnisse – Update

Der Beitrag „Immer diese Missverständnisse“ über ein Mitglied des Schurarates der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, der im Gazastreifen in einem Interview mit einem iranischen Fernsehsender zur Verschleppung israelischer Soldaten und zur Gewalt gegen Israel aufgerufen hat, ist in gekürzter Form als Leserbrief in der Presse erschienen.

Immer diese Missverständnisse

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) hat ein Problem: Immer wieder werden deren Vertreter fürchterlich missverstanden. Im Jahr 2009 geschah dies dem damaligen Präsidenten der Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh. In einem von ihm persönlich bearbeiteten Schulbuch war unter dem Bild eines im Kampfe sterbenden „Märtyrers“ zu lesen: „Ein Muslim, der auf…

Wochenbericht, 23.4. bis 29.4.2012

Die Nahostberichterstattung österreichischer Tageszeitungen wich in der letzten Woche von einigen der sonst üblichen Muster ab. Einerseits bot die Verteilung der erschienenen Beiträge auf die untersuchten Medien ein recht ungewohntes Bild. Andererseits gab es im Grunde keine wirklich dominierenden Themen – die Grass-Debatte ist vorüber, der Streit um das iranische…

Wochenbericht, 16.4. bis 22.4.2012

In der letzten Woche wurde die Nahostberichterstattung von zwei Themen dominiert: dem „Waffenstillstand“ in Syrien und den Ereignissen rund um den Formel 1-Grand Prix in Bahrain. Darüber hinaus kann anhand eines Standard-Beitrages exemplarisch gezeigt werden, woran die Beschäftigung mit dem Nahen Osten in österreichischen Medien oftmals krankt. Allgemeiner Überblick In…

Wochenbericht, 9.4. bis 15.4.2012

Die Nahostberichterstattung österreichischer Zeitungen stand in der vergangenen Woche weiter im Zeichen der Debatte über den Text „Was gesagt werden muss“, in dem der deutsche Literaturnobelpreisträger Günter Grass Israel scharf angriff, vor einem israelischen „Erstschlag“ warnte, der das iranische Volk „auslöschen“ könnte, und den jüdischen Staat der Gefährdung des Weltfriedens…

Wochenbericht, 2.4. bis 8.4.2012

Letzten Mittwoch veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung ein Gedicht des deutschen Literaturnobelpreisträgers Günter Grass mit dem Titel „Was gesagt werden muss“, in dem er Israel scharf attackierte und als Gefährdung des Weltfriedens bezeichnete. Die dadurch ausgelöste und mit einem Tag Verspätung auch in Österreich ausgebrochene Debatte war das beherrschende Thema der…

Notorisch empört – Update

Der Text „Notorisch empört“ vom 31. März 2012 ist jetzt, am 3. April 2012, als Leserbrief in der Presse erschienen.