Von Hannah Wettig. Im Libanon rehabilitiert Corona korrupte Politiker und erstickt die Protestbewegung, die eine Reform des politischen Systems gefordert hatte.
Dem Vorgehen gegen die Corona-Pandemie stehen im Nahen Osten enorme Widerstände entgegen, nicht zuletzt zahlreiche religiöse Überzeugungen und Traditionen.
Viele Libanesen sind empört, dass die Hisbollah das Virus noch aus Syrien und dem Iran einschleppen konnte, nachdem die Grenzen bereits geschlossen worden waren.
Mit dem vom deutschen Bundestag empfohlenen Betätigungsverbot für die libanesische Terrororganisation Hisbollah, wäre ein Verbot des Al-Quds-Marschs in Berlin möglich.
Der Libanon wird zum ersten Mal in seiner Geschichte mit der Zahlung seiner Auslandsschulden in Verzug geraten, da das Land mit einer großen Finanzkrise kämpft.
Die Reaktionen auf die türkischen Luftangriffe in Syrien, bei denen zahlreiche Hisbollah-Kämpfer getötet wurden, zeigen, wie gespalten die Gesellschaft ist.
Während der Libanon in einer politischen und wirtschaftlichen Krise versinkt, hat die Hisbollah nichts Besseres zu tun, als die Statue eines Massenmörders zu errichten.
Scheich Mohamad Ali El Husseini, der an einer Delegation muslimischer Führer in Auschwitz zum 75. Jahrestag der Befreiung teilnahm, beantragte nun Asyl in Frankreich.