Der Tod von Mahsa Amini nach einem Polizeiverhör löste im Iran eine kollektive Empörungswelle und landesweite Demonstrationen aus. Inzwischen gibt es mehrere Tote und Verletzte.
Im Iran wird weiterhin gegen das Mullah-Regime und den grausamen Tod von Mahsa Amini protestiert. Auch international wird Empörung geäußert, dass dem auch Taten folgen, bleibt aber unwahrscheinlich.
Kaum verbreitete sich die Nachricht vom Tod einer jungen Kurdin, die sich in Gewahrsam der Moralpolizei befand, begannen in vielen iranischen Städten Proteste gegen das Regime und seine strikte Kopftuchpolitik.
Es wird trotz aller Fortschritte noch lange dauern, bis sich die Gleichstellung von Mann und Frau im Nahen Osten durchgesetzt haben wird, solange noch immer so viele Prediger in ihren rückständigen Denkmustern verankert sind.
Anstatt für die Opfer einzutreten und die Täter zu verurteilen, fordert ein ägyptischer geistlicher Führer Frauen auf, einen Hidschab zu tragen, um von Männern nicht umgebracht zu werden.
Auch wenn Tunesien als arabisches Vorbild für Frauenrechte gilt, steht echter gesellschaftlichen Fortschritt hin zur völligen Gleichberechtigung der Frauen immer noch aus.
Mitglieder der Taliban griffen Dutzende Frauen an, die anlässlich des Jahrestags der Machtergreifung durch die Islamisten vor dem afghanischen Bildungsministerium protestierten.
Nachdem Saudi-Arabien in der Vergangenheit bereits einige Verbote aufgehoben und rigide Bestimmungen gelockert hat, ist nun auch der Boxsport für Frauen erlaubt.
In der noch immer stark patriarchischen Welt des Nahen Ostens hat sich in Marokko eine Frau als Fußball-Schiedsrichterin bei von Männern ausgetragenen Spielen etabliert.