Aus Sicht des türkischen Präsidenten und seiner Anhänger im In- und Ausland war gestern ein großer historischer Tag: das erste Freitagsgebet in der Hagia Sophia.
Die alte Forderung der türkischen Islamisten ist am Freitag, den 24. Juli 2020 wahr geworden: Die Hagia Sophia ist wieder eine islamische Gebetsstätte.
Von Efrat Aviv. Präsident Erdogans Entscheidung, die Hagia Sophia in Istanbul wieder in eine Moschee umzuwandeln, war ein kalkulierter politischer Akt.
Während Erdogan an der Wahlurne Erfolge erzielt, geht seine weiterreichende Agenda nicht auf: die türkische Jugend wird areligiöser und die Geburtenrate sinkt.
Jordanien stimmt der Aufnahme saudischer Beamter in den Waqf-Rat zu, der den Tempelberg verwaltet, um so den Einfluss Erdogan-naher Organisationen zu reduzieren.
Der Umgang Griechenlands mit den von Ankara an die Grenze geschickten Flüchlingen unterscheide sich nicht vom Vorgehen der Nazis, sagte der türkische Präsident.