Obwohl der Vorbeter der Hagia Sophia inhaltlich mit der AKP von Präsident Erdogan übereinstimmt, kam es in letzter Zeit immer wieder zu Auseinandersetzungen.
Weil Erdogan Zinsen für „die Mutter und den Vater alles Bösen“ hält, entließ er seinen Zentralbankchef, dem es zuvor gelungen war, die Währung zu stabilisieren.
Weil Erdogan mit der Zinspolitik seines Zentralbankchefs nicht einverstanden war, entließ er ihn kurzerhand und löste damit einen Einbruch der Finanzmärkte aus.
Während die Türkei bislang eher Projekte in Gaza und Ost-Jerusalem finanziert hat, wendet sie sich nun der Westbank zu und unterstützt Abbas‘ Autonomiebehörde.
Außerdem verherrlichen die untersuchten Schulbücher den Dschihad und das Märtyrertum und propagieren ein Neo-Osmanentum, das die Türkei als Weltmacht sieht.
Während Erdogan seine Regierungspolitik in höchsten Tönen lobt, sieht die Lebensrealität der unter Inflation und Arbeitslosigkeit leidenden Türken ganz anders aus
Erdogan prahlte mit den türkischen Drohnen und erklärte, der westliche Lieferstopp hätte dazu geführt, dass die Türkei die Technologie nun selber produziere.
Kürzlich erschien in Yeni Safak ein Kommentar zur Abwahl von US-Präsident Trump, dessen Rhetorik nationalsozialistischen Verschwörungstheorien in Nichts nachsteht.