Verschlimmert wird die Lage durch die türkische Zentralbank, die unter dem Druck von Präsidenten Erdogan den Leitzins immer weiter senkt, was die Inflation anheizt.
Nach Jahren des Aufeinanderprallens bei mehreren Konfliktfeldern im Nahen Osten haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zuletzt wieder verbessert.
Das Problem liegt nicht zuletzt darin, dass niemand Präsident Erdogan von seiner Überzeugung abbringen kann, (hohe) Zinsen seien die Wurzel alles Übels.
Die türkische Landeswährung ist in diesem Jahr um 45{a7b8b9982d1bbdc5e1caab033d30320c7a19bdb9cd0371a3252625f5cda85985} gegenüber dem Dollar eingebrochen, doch Präsident Recep Tayyip Erdogan scheint das nicht weiter zu stören.
Der türkische Präsident hat von den Verbrauchern die schlechteste Note seiner Karriere erhalten, da seine Wirtschaftspolitik die Inflation weiter anheizen dürfte.
Während die Armutsquote in der Türkei den höchsten Stand seit 2012 erreicht hat, sind 80{a7b8b9982d1bbdc5e1caab033d30320c7a19bdb9cd0371a3252625f5cda85985} der Türken der Meinung, dass die Wirtschaft „schlecht geführt“ werde.
Bevor Putin und Erdogan diese Woche in Sotchi zu Gesprächen über Syrien zusammentrafen, bombardierte die russische Luftwaffe noch türkische Verbündete bei Aleppo.
Die jüngste Entscheidung der türkischen Zentralbank zeigt, wie stark sie unter dem Druck Erdogans und seiner irrigen Vorstellung steht, dass hohe Zinsen eine hohe Inflation bewirken.