Schauplatz

Was „Israelkritiker“ gerne von Juden hören

Sehr geehrte Frau Koren, mit dem Interview mit Ari Rath unter dem Titel „Das ist nicht das Israel, das ich wollte“ in der gestrigen Ausgabe der Kleinen Zeitung ist es Ihnen wieder gelungen, einen Israeli/Juden ausfindig zu machen, der kein gutes Haar am jüdischen Staat bzw. an dessen Politik lässt und damit nur bestätigt, was der gemeine „Israelkritiker“ immer schon…

Stets dieselbe Expertise

Im Ö1-Mittagsjournal (28. Juli 2014) durfte mit Margret Johannssen, Politologin am Institut für Friedensforschung in Hamburg, mal wieder eine Friedensforscherin ihrer Zunft alle Ehre machen. In der momentanen Situation, so führte Johannsen aus, müsse es darum gehen, „die Hamas auf ihrem politischen Weg, den sie ja mit der Teilnahme an den Wahlen 2006 gegangen ist oder begonnen hat, zu unterstützen.…

Einseitige Reportage im Standard

Sehr geehrte Standard-Redaktion, Eric Frey meinte unlängst in einem Kommentar, der an die Medien gerichtete Vorwurf der Einseitigkeit in der Berichterstattung über den Gaza-Krieg sei unbegründet, denn die Journalisten würden sich „viel Mühe (geben), Ereignisse und Ursachen umfassend und objektiv darzustellen“. Aber in einem asymmetrischen Krieg wie dem zwischen Israel und der Hamas sei der Vorwurf der Einseitigkeit an Journalisten…

Israel "zum ersten Mal" zu Waffenstillstand bereit?

Sehr geehrter Herr Rafreider, in der gestrigen ZiB 24 sagten Sie in der Anmoderation zum Bericht über die Fortsetzung der israelischen Militäroffensive: „Und Israel hat tatsächlich zum ersten Mal bestätigt, sich an eine Waffenruhe halten zu wollen“. Angesichts der Ereignisse der letzten Wochen sei mir die Frage gestattet: Wie kommen Sie zu dieser Behauptung? Haben Sie einfach nicht mitbekommen, dass…

Wochenbericht, 21.7. bis 27.7.2014

In dieser Ausgabe: I. Allgemeiner Überblick II. Ein „israelisches Massaker“ in einer Schule? – Ohne Zweifel gegen den Angeklagten III. Propaganda mit Zahlen IV. Der Hetzer Seinitz und der Unterschied zwischen Krone und Bild   I. Allgemeiner Überblick In der vergangenen Woche erschienen in den von MENA systematisch ausgewerteten österreichischen Tageszeitungen 492 Beiträge mit Bezügen zum Nahen Osten bzw. zu…

Wenn Propaganda sich ad absurdum führt

Sehr geehrte Presse-Redaktion, in seinem Gastkommentar spricht Raed Sabbah vom Gazastreifen als „der am dichtest besiedelten Gegend der Welt“. Bei dieser Behauptung handelt es sich um ein klassisches Beispiel palästinensischer Propaganda: sie klingt sehr dramatisch, ist aber, wie man mühelos binnen weniger Minuten feststellen kann, einfach falsch. In Wahrheit ist der Gazastreifen mit rund 5000 Einwohnern pro Quadratkilometer nur ein…

Gegenseitiger Hass?

Sehr geehrter Herr Williwald, in der Anmoderation zum heutigen Ö1-Morgenjournal-Bericht über den antisemitischen Angriff auf eine israelische Fußballmannschaft in Bischofshofen führten Sie aus: „Gleichzeitig scheint der gegenseitige Hass Menschen in ganz Europa zu erfassen. Schwere Ausschreitungen in Frankreich, in Deutschland Demonstrationen, auf denen jugendliche Muslime judenfeindliche Parolen rufen.“ Wo genau haben Sie denn „gegenseitigen Hass“ ausgemacht, wenn von pro-palästinensischer Seite…

Missing Link: UN-Menschenrechtsrat entdeckt „Kriegsverbrechen“

Es war nur eine Frage der Zeit: Wie orf.at berichtet, habe der UN-Menschenrechtsrat (HRC) in Genf „deutliche Hinweise“ auf von der israelischen Armee im Gazastreifen angeblich begangene „Kriegsverbrechen“. „Es gebe eine ‚große Möglichkeit‘, dass die israelischen Häuserzerstörungen und die Tötung von Kindern völkerrechtswidrig seien“, so die Menschenrechtskommissarin Navi Pillay. Ausgerechnet die israelischen Armee, die angesichts der Gegebenheiten im Gazastreifen zivile…

Netanjahus "Angst-Propaganda"

Sehr geehrte Redaktion der Kleinen Zeitung, Nina Koren ist mit ihrem gestern veröffentlichen Interview mit dem israelischen Schriftsteller Nir Baram ein bemerkenswerter Beitrag zur Berichterstattung über den Gaza-Krieg gelungen – wenn auch in negativer Hinsicht. Baram wirft darin dem israelischen Premier Netanjahu „Angst-Propaganda“ und die gezielte Manipulierung der „Holocaust-Erfahrung für seine Zwecke“ vor. Dieses die reale Bedrohung Israels verharmlosende ‚Argument‘…

Missing Link: Raketen in UN-Einrichtung gefunden – Update

Erst wenige Tage ist es her, dass die „United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East“ (UNRWA) bekannt gab, in einem ihrer leer stehenden Schulgebäude im Gazastreifen ein Raketenlager gefunden zu haben. Heute erklärte die UNRWA, dass erneut in einem ihrer Gebäude ein Raketenlager entdeckt worden sei. In der Pressemitteilung ist zu lesen: „The school…

Wochenbericht, 14.7. bis 20.7.2014

In dieser Ausgabe: I. Allgemeiner Überblick II. Lügen, Verzerrungen, infame Vorwürfe: Das Übliche vom „Nahost-Experten“ Michael Lüders III. Anders als bisher üblich: Antisemitismus und Terrorunterstützung ist nicht allein ein Problem Israels I. Allgemeiner Überblick In der vergangenen Woche erschienen in den von MENA systematisch ausgewerteten österreichischen Tageszeitungen 332 Beiträge mit Bezügen zu den Regionen Naher Osten und Nordafrika: Wie schon…

Gemäß den Propagandarichtlinien der Hamas

Von Florian Markl Wirft man Medien hierzulande vor, über den Gaza-Krieg nicht ausgewogen und fair zu berichten, sondern Propaganda für die Hamas zu betreiben, so weisen die betroffenen Journalisten den Vorwurf empört zurück: Sie mögen in ihren Berichten zwar „vergessen“ haben, die verbrecherischen Angriffe der Hamas auf Israel zu erwähnen, und sie mögen „unabsichtlich“ das eine oder andere Detail, das…

Missing Link: Raketen in UN-Einrichtung gefunden

Hätte Israel das verlassene Schulgebäude der „United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East“ (UNRWA) im Gazastreifen attackiert, die internationale Öffentlichkeit hätte sich vor Empörung überschlagen. Der Angriff auf eine UN-Einrichtung wäre mit Sicherheit als „Kriegsverbrechen“ skandalisiert worden und die Chancen wären nicht schlecht gestanden, dass der UN-Menschenrechtsrat eine Sonderkommission eingesetzt hätte, um den israelischen…

ORF: Schuld ist, wer als Erster zurückschlägt

Sehr geehrter Herr Pettinger, in Ihrem gestrigen ZIB24-Bericht zur beginnenden Bodenoffensive Israels im Gazastreifen haben Sie ausgeführt: „Mit Ruhe und Frieden ist es jetzt endgültig vorbei. Die israelische Bodenoffensive ist angelaufen, die Reaktion der Hamas wird wohl nicht lange auf sich warten lassen.“ Haben Sie bei dieser Darstellung nicht ein kleines, aber für das adäquate Verständnis der Lage vielleicht nicht…

Israel hat die Kampfhandlungen unterbrochen? Für den ORF ein unwichtiges Detail

Sehr geehrte Frau Wolschek, sehr geehrter Herr Leitner, wenn Sie sich heute noch einmal Ihren gestrigen ZiB-Bericht über die gescheiterte Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel ansehen, beschleicht Sie dann nicht auch das Gefühl, dass Sie darin ein kleines, aber vielleicht nicht ganz unwesentliches Detail unterschlagen haben? Die Ereignisse liegen doch eigentlich klar auf der Hand: Eine Waffenruhe trat in…