Österreich

Abbas verflucht Trump, weil dieser Friedensverhandlungen fordert

Stellen Sie sich vor, der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas hält eine antisemitische Brandrede, in der er auch den amerikanischen Präsidenten Donald Trump attackiert. Welchen Teil davon hält die Website des ORF wohl für allein eines Berichtes wert? In der Meldung über den Auftakt des PLO-Treffens in Ramallah schreibt orf.at, dass Abbas sich gegen Trumps Anerkennung von Jerusalem als…

Bosnische Terrorprozesse enthüllen Verbindungen nach Österreich

„Bei Terrorverfahren gegen Islamisten vom Balkan zeigt sich, dass viele der Angeklagten in Deutschland, Österreich und Italien indoktriniert wurden bzw. enge Beziehungen zu dortigen radikalisierten Gruppen unterhielten. (…) Viele der wegen Terrorismus oder Teilnahme an ausländischen Konflikten Angeklagten in gegenwärtig stattfindenden Prozessen in den Balkanländern, die von BIRN beobachtet werden, wurden durch Gruppen und Einzelpersonen in Deutschland, Österreich und Italien…

Ein ermordeter Jude ist keine Meldung wert

Von Florian Markl Am vergangenen Dienstagabend wurde in der Nähe von Nablus im Westjordanland ein 35-jähriger Israeli ermordet. Rabbi Raziel Shevach war in seinem Auto unterwegs, als Attentäter das Feuer auf ihn eröffneten. Er hinterließ seine Frau und sechs Kinder, deren ältestes gerade einmal elf Jahre alt ist. Die palästinensische Terrororganisation Hamas pries die Attentäter, der vermeintlich gemäßigte Mahmud Abbas…

Ist Irans Revolutionsführer Khamenei jetzt „gemäßigt“?

Nicht nur europäische Politiker wie Sigmar Gabriel oder Federica Mogherini fordern angesichts der Proteste im Iran sowohl das Regime als auch die Demonstranten zur Mäßigung auf – oder werfen wie Emmanuel Macron den Solidaritätsadressen vonseiten Israels und der USA vor, einem Krieg mit dem Iran zuzuarbeiten. Auch die Medienberichterstattung spielt größtenteils das altbekannte Spiel von einer Auseinandersetzung zwischen „Moderaten“ und…

Strafverfügung für Protest gegen Antisemitismus in Wien

„Nach der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, die US-amerikanische Botschaft in Israel von Tel Aviv in die Hauptstadt Jerusalem zu verlegen, demonstrieren am 8. Dezember Hunderte vor der US-Botschaft in Wien gegen Trumps Erklärung. Immer wieder sind auch antisemitische Parolen zu hören. Aus Protest zeigt eine Gruppe von drei Personen eine israelische Fahne und wird daraufhin von pro-palästinensischen Demonstranten angegriffen.…

Vom Klo in die Hofburg und wieder zurück: So denkt es in Heinz Fischer

Von Thomas Eppinger Kurz vor Weihnachten schrieb der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer einen Gastkommentar für die Wiener Zeitung über die angekündigte Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem, den ein Leser euphorisch als „ganz im Sinne Bruno Kreiskys“ feierte. Das stimmt, wenn auch nicht so, wie der Leser es gemeint hat. Denn Fischers Kommentar steht tatsächlich in der Tradition von Kreiskys…

Man wird doch wohl noch „Tod den Juden“ schreien dürfen! – Update

Stefans Franks Kritik („Man wird doch wohl noch ‚Tod den Juden‘ schreien dürfen!“) an Liza Ulitzkas Gastkommentar wurde heute in gekürzter Version unter gleichem Titel in der Wiener Zeitung veröffentlicht: Wiener Zeitung: „Man wird doch wohl noch ‚Tod den Juden‘ schreien dürfen!“

Man wird doch wohl noch „Tod den Juden“ schreien dürfen!

Von Stefan Frank Wer in Europa heutzutage „Tod den Juden!“ oder etwas Ähnliches ruft, gehört zu einer unterdrückten Minderheit: Er läuft Gefahr, Opfer des Antisemitismusvorwurfs zu werden. Auf diesen Skandal macht die Kultur- und Sozialanthropologin Liza Ulitzka in einem Beitrag für die Wiener Zeitung aufmerksam. Ulitzka ist ehrlich empört darüber, dass „man in Österreich und Deutschland“ „entsetzt“ „auf die ‚judenfeindlichen…

Österreichs Außenministerin Karin Kneissl und der Zionismus

Im gestrigen Report-Interview behauptete die österreichische Außenministerin Karin Kneissl auf den Zionismus angesprochen, dass „die Leute das nicht genau lesen, was in meinem Buch steht“. Damit wollte sie der Kritik entgegentreten, die sich an ihrer Einschätzung der jüdischen Nationalbewegung als „Blut-und-Boden-Ideologie“ entzündet hatte. Sie habe den Zionismus nicht in einen „Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus“ stellen wollen, wie sie eine Nachfrage…

Jerusalem, Stadt des Friedens – oder auch nicht

Von Florian Markl Das „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ hat sich in einer Presseaussendung zum Thema Jerusalem geäußert. Darin ist zu lesen: „Als religiöse Würdenträger betrachten wir die Heilige Stadt Jerusalem mit tiefer Liebe, denn sie ist die Stadt des Friedens für alle Gläubigen und für die gesamte Menschheit. Jerusalems religiöses Erbe bietet den Gläubigen den Trost, dass sie,…

ORF erklärt israelische Dörfer zu „Siedlungen“

Können Sie sich erinnern, auf orf.at kürzlich davon gelesen zu haben, dass aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuerte, jedoch fehlgeleitete Raketen in einer Schule und in einem Wohnhaus in Gaza selbst einschlugen? Wenn nicht, so ist dies nicht weiter verwunderlich: Dass palästinensische Angriffe auf Israel dem ORF kaum eine Berichterstattung wert sind, ist nämlich genauso wenig etwas Neues, wie…

Österreichs neue Regierung bekennt sich zum „jüdischen Staat“ Israel

Von Florian Markl [caption id="attachment_26491" align="alignright" width="300"] Außenminister Kurz auf Staatsbesuch in Israel, Mai 2016. Quelle: BMEIA[/caption] In ihrem Programm „Zusammen. Für unser Österreich“ bekennt sich die neue österreichische Bundesregierung zu „Israel als jüdischem Staat“ und tritt für eine Friedenslösung „mit besonderer Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen Israels ein. Damit beschreitet sie Neuland: Bisher haben österreichische Regierungen sich nicht zum jüdischen Charakter…

Roger Waters in Wien: Das Schwein, die Stadt und der Jude

Manche Geschichten kann nur das Leben schreiben. Wie jene, in der sich ein Sohn von Holocaust-Überlebenden unter dem Banner der künstlerischen Freiheit dafür stark macht, einen rabiaten Antisemiten ausgerechnet in einer kommunalen Einrichtung jener Stadt agitieren zu lassen, in der Hitler den Antisemitismus gelernt hat. Aber der Reihe nach. Das Schwein. Roger Waters ist als Musiker unglaublich erfolgreich. 2012 führte…

Wo Mörder als Helden gefeiert werden

Von Florian Markl Im Kurier war gestern in einer Kurzmeldung zu lesen: „Knapp vier Jahre nachdem ein Teenager in einer Schule im Norden Pakistans mutmaßlich Hunderte Leben rettete, ist eine Straße in der Hauptstadt Islamabad nach ihm benannt worden. Aitzaz Hasan war 15 Jahre alt, als er im Januar 2014 einen Selbstmordattentäter vor seiner Schule im Hangu bemerkte und sich…

Teddy Kollek wäre außer sich

Sehr geehrte Frau Bischofberger, Sie schreiben in der heutigen Kronen Zeitung über den aus Österreich-Ungarn stammenden Teddy Kollek, der von 1965 bis 1993 Bürgermeister von Jerusalem war. Zurecht heben sie Kolleks Bemühen um ein friedliches Miteinander hervor. Dann schreiben Sie: „Trump hat mit seinem Entschluss, Jerusalem als Hauptstadt auszurufen, Öl ins Feuer gegossen. Und es ist kein Teddy Kollek mehr…