Österreich

Studie: Mehrheit hat keine Ahnung über Zahl der Holocaust-Opfer

[caption id="attachment_39087" align="alignleft" width="300"] (Quelle: Von Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0)[/caption] „Mehr als die Hälfte von tausend für eine Studie befragten Österreichern weiß nicht, dass während des Holocaust rund sechs Millionen europäischer Juden von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Gut ein Drittel (36 Prozent) aller Befragten und 42 Prozent der jungen Generation glauben dagegen, dass weniger…

Nein, Netanjahu hat nicht die Annexion des Westjordanlands angekündigt

Sehr geehrter Herr Friedl, Sie schreiben in Ihrem Kurier-Artikel über die Parlamentswahl in Israel, Mahmud Abbas habe wissen lassen, „dass seine Volksgruppe jederzeit bereit sei, die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen“, und meinen dann, mit einem Premier Netanjahu wäre das aber „schwierig“, habe dieser doch „angekündigt, das palästinensische Westjordanland annektieren zu wollen“. Das ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Einerseits ist die Äußerung…

Wenn Krone-Leser über den Nahen Osten schreiben

Von Florian Markl Auf den Leserbriefseiten der Kronen Zeitung empörten sich gestern einige Leser darüber, dass US-Präsident Trump Israels Souveränität über den seit Jahrzehnten unter israelischer Kontrolle stehenden Teil der Golanhöhen anerkannt hat. „Christian Stafflinger (Linz)“, der, wenn er nicht gerade Briefe an die Krone schreibt, so viele Zuschriften an das FPÖ-Blatt Neue Freie Zeitung verfasst, dass er laut der…

Österreich: Antisemitismus unter Muslimen signifikant höher

„Eine von der österreichischen Regierung in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass Muslime in Österreich antisemitischen Aussagen mehr als doppelt so häufig zustimmen wie Nicht-Muslime. 19 Prozent der Nicht-Muslime stimmten der Aussage zu, dass die Juden wegen ihres Verhaltens selbst schuld seien, an ihrer antisemitisch motivierten Verfolgung. In der muslimischen Gruppe stimmten 45 Prozent der Befragten dieser Aussage zu. Die Zustimmung…

Distanzierungstango im islamistischen Milieu

Von Heiko Heinisch [caption id="attachment_37926" align="alignright" width="300"] In der Mitte sitzend Necmettin Erbakan, rechts neben ihm IGGÖ-Chef Ümit Vural, im Hintergrund Mehmet Arslan. Quelle: Youtube.[/caption] Dass Muslimbrüder leugnen, Muslimbrüder zu sein, ist bekannt. Seit einigen Wochen wird diese Strategie auch von Organisationen und Mitgliedern der türkischen, neo-osmanischen und islamistischen Milli Görüş Bewegung übernommen. Das könnte daran liegen, dass Milli Görüş…

Buchvorstellung in Wien: Antisemitismus im 21. Jahrhundert

Am kommenden Dienstag wird in Wien der Sammelband „Antisemitismus im 21. Jahrhundert. Virulenz einer alten Feindschaft in Zeiten von Islamismus und Terror“ vorgestellt. Mit dabei sind Mitherausgeber Marc Grimm sowie drei der Autoren des Bandes: Karin Stöger wird ihren Beitrag über das Verhältnis von Antisemitismus und Sexismus präsentieren, Stephan Grigat über den Antisemitismus des iranischen Regimes sprechen und Mena Watch-Mitarbeiter…

Studie: Zehn Prozent Antisemiten, unter Arabern und Türken aber deutlich mehr

„Die Antisemitismus-Studie wurde vom Parlament beim Meinungsforschungsinstitut Ifes in Auftrag gegeben. Den bereits vorliegenden Ergebnissen zufolge gebe es in der österreichischen Gesellschaft derzeit einen antisemitischen ‚Kernbodensatz‘ von zehn Prozent. Noch weiter verbreitet sei die Judenfeindlichkeit bei Personen, die Türkisch oder Arabisch sprechen, erhob dabei das Institut. (…) Die Muster, wo und in welchen Gruppen Antisemitismus verbreitet ist, gestalten sich laut…

Wie nahe steht die IGGÖ der Muslimbruderschaft?

[caption id="attachment_36713" align="alignleft" width="400"] Quelle: Von http://www.derislam.at, Wikipedia[/caption] „Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs (IGGÖ), Ümit Vural, bemüht sich um ein liberales, weltoffenes Image. (…) Eine Reise nach Köln bringt das Bild, das Ümit Vural von sich zeichnet, nun gehörig ins Wanken. Erdoğans staatliche türkische Religionsbehörde Diyanet veranstaltete unter der Leitung ihres Präsidenten Ali Erbaş vom 2. bis 4. Jänner…

Und wieder wird Israel an den Pranger gestellt

[caption id="attachment_36624" align="alignright" width="300"] Die Knesset, das israelische Parlament.[/caption] In einem Presse-Gastkommentar unternahm John Bunzl am vergangenen Donnerstag wieder einmal einen seiner Rundumschläge gegen Israel. Aus Anlass der bevorstehenden Parlamentswahl unternahm er den Versuch, den jüdischen Staat als bloß vorgeblich demokratisch zu diffamieren und schlussendlich als Apartheid-Staat an den Pranger zu stellen. Gestern veröffentlichte die Presse eine Replik von Mena-Watch-Mitarbeiter…

Israel: Alle Staatsbürger sind rechtlich gleichgestellt

Sehr geehrter Herr Hauenstein, Sie schreiben in der Kronen Zeitung unter dem Titel „Bürger zweiter Klasse“, die Drusen seien in Israel „die einzigen nicht-jüdischen Staatsbürger, denen der Militärdienst offensteht“. Das ist schlicht falsch. Der verpflichtende Militärdienst gilt in Israel grundsätzlich für Juden, Drusen und Tscherkessen. Angehörige anderer Bevölkerungsgruppen werden zwar nicht eingezogen, der Militärdienst steht ihnen aber sehr wohl offen.…

Bequeme Erzählungen – Update

Von Florian Markl Gestern kritisierte ich einen Presse-Kommentar über den Kurswechsel von US-Präsident Donald Trump in Syrien. Karl-Peter Schwarz stellt dazu fest, dass er, wenn er von einer Dominanz der Islamisten in den Reihen der syrischen Opposition schreibt, damit nicht auf die Anfangsphase der Demonstrationen gegen das Assad-Regime im Frühjahr 2011 Bezug nahm. Explizit sprach er von der Zeit, nachdem…

Bequeme Erzählungen: Die USA und Syrien

Sehr geehrte Presse-Redaktion, Karl-Peter Schwarz begrüßt in seiner Kolumne ein „neues Kapitel in der amerikanischen Nahost-Politik“. Mit dem US-Abzug aus Syrien werde die Konsequenz aus einer gescheiterten Politik militärischer Interventionen in der Region gezogen – die allerdings gar nicht so stattgefunden hat, wie Schwarz sie darstellt. Im März 2011habe sich dem Assad-Regime eine „heterogene Opposition“ entgegengestellt, „in der die Islamisten…

Ashrawi-Empfang: Jüdische Gemeinde kritisiert Außenministerin Kneissl

„Die österreichische jüdische Gemeinde kritisierte am Mittwoch die Außenministerin des Landes, weil sie die prominente palästinensische Funktionärin Hanan Ashrawi zu Wiens prestigeträchtigem Neujahrskonzert eingeladen hatte. Am 1. Januar sagte Karin Kneissl, es sei ihr ein aufrichtiges Vergnügen die palästinensische ‚Stimme der Vernunft‘ und ihren Ehemann, Emile Ashrawi, zu dem Konzert zu begrüßen, das jährlich von den Wiener Philharmonikern aufgeführt wird.…