„Diese Wortwahl lässt aufhorchen: Bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates am Dienstag sprach Angela Merkel im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise von einem ‚Angriff‘ auf die europäischen Außengrenzen. Das passt so gar nicht in die bisherige Tonlage der Kanzlerin zu dem Thema. (…) In ihrer Rede am Dienstag sprach Merkel von ‚zwei Angriffen‘ auf ‚diese europäische Union, auf diesen europäischen Binnenmarkt‘. Angriff Nummer eins ist für sie die Eurokrise, Nummer zwei die Fluchtbewegungen der vergangenen Monate – auch wenn sie das Wort „Flucht“ nicht in den Mund nimmt. Sie spricht von einem ‚Angriff auf etwas Konstitutives in unserer Europäischen Union, (…) auf unsere Außengrenzen‘. Damit nutzt sie einen Begriff, der an die Welt von Attacke und Verteidigung erinnert, ans Militärische.“ (Anja Wilner: „‚Angriff auf Außengrenzen‘: Jetzt spricht Merkel ganz anders über Flüchtlingskrise“)
Antisemitismus an deutschsprachigen Hochschulen: Längst keine Ausnahme mehr
Rund sechzig Universitäts-Lehrende berichten in dem Buch »Ausnahmezustand – Zeugnisse von Betroffenen«, wie sie seit dem 7. Oktober 2023 antisemitische Anfeindungen erleben.