Mena-Exklusiv

Alle News, aktuelle Beiträge und Reportagen dieser Kategorie wurden von renommierten Autoren exklusiv für Mena-Watch verfasst und sind auf keiner anderen Seite im Netz zu lesen.

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Stellte Netanjahu sich „demonstrativ auf die Seite“ eines Todesschützen?

Sehr geehrter Herr Vieregge,in Ihrem gestrigen Presse-Artikel über die israelische Regierungsumbildung schrieben Sie über einen Vorfall in Hebron, bei dem ein israelischer Soldat „einen auf dem Boden liegenden, bewusstlosen Palästinenser per Kopfschuss exekutiert hatte.“ Sie vergaßen dabei zu erwähnen, dass es sich bei Letzterem um einen Attentäter handelte, der zuvor israelische Soldaten attackiert hatte. Dann fuhren Sie mit Blick auf…

Warum die französische Nahost-Konferenz im besten Fall nichts bringen wird

Sehr geehrter Herr Schwarz,in Ihrem Beitrag im heutigen Kurier über die aktuelle Regierungsumbildung in Israel schreiben Sie, die Zusammensetzung der neuen Koalition sei „kein gutes Vorzeichen für eine von Paris initiierte Nahost-Friedenskonferenz am 3. Juni“. Sie haben Recht damit, dass der besonders vom französischen Außenminister Ayrault vorangetriebene Plan für eine derartige Konferenz unter keinen guten Vorzeichen steht, doch hat die…

Mieser Angriff auf Staatssekretärin Duzdar

Von Florian Markl Wie gestern an dieser Stelle ausgeführt, stellen sich anlässlich der Ernennung Muna Duzdars zur Staatssekretärin einige Fragen: im Hinblick auf die Positionen, die sie zum israelisch-palästinensischen Konflikt vertritt; auf ihre Haltung zu Terroristen wie der kürzlich in Wien aufgetretenen Leila Khaled und zu palästinensischen Terrororganisationen wie der PFLP sowie zum antiimperialistischen und antisemitischen Umfeld, in das sie…

„Wie hält’s die Staatssekretärin mit Israel?“

Mena Watch-Mitarbeiter Florian Markl wird in einem Beitrag der Salzburger Nachrichten über die neue Staatssekretärin Muna Duzdar ausführlich zitiert. Online ist der Artikel vorerst hier zu finden: „Wie hält’s die Staatssekretärin mit Israel?“

Das makabre Gedenken an die Nakba

Von Fred Maroun Manchmal werden Vergleiche zwischen der Nakba, der arabischen Niederlage gegen Israel im Krieg von 1947/1948, und dem Holocaust gezogen. Dies ist aus mehreren Gründen ein grauenhafter Vergleich, und ich würde gerne einen passenderen vorschlagen. Während im Holocaust die Juden unschuldige Opfer eines Genozids durch ein rassistisches Regimes waren, war die Nakba das Ergebnis eines von Arabern angezettelten…

Voreingenommene Äquidistanz

In Jerusalem wird iranische Kunst gezeigt, im Iran feiern sie derweil Karikaturen, die den Holocaust leugnen. Beides sind Ausstellungen, beides ist irgendwie auch Kunst. Also kann man das durchaus unter solch einer Überschrift zusammenfassen: „Die Regierungen Irans und Israels pflegen ihren gegenseitigen Hass. Die Kulturszene bemüht sich um Entspannung – mit politischer Kunst.“ Nun weiß man endlich, was Äquidistanz ist,…

Eine Staatssekretärin ohne Kontaktscheue vor Extremisten?

Gestern Nachmittag präsentierte Christian Kern das zukünftige Regierungsteam der SPÖ. Mit dabei wird Muna Duzdar sein, „eine junge Frau mit migrantischem Hintergrund“, wie Kern erläuterte. „Ihre Eltern (…) stammen aus Palästina. Ich halte das für ein ganz bewusstes, ganz wichtiges Zeichen.“ Anders als bei der Vorstellung ihrer Kollegen tat Kern ihr Unrecht und verwies bei Duzdar auf keine weitere Qualifikation…

Presseagentur verschleiert palästinensischen Terror

Von Florian Markl„Seit Oktober des Vorjahres wird der Nahe Osten von einer Gewaltwelle erschüttert, bei der mehr als 200 Palästinenser und etwa 30 Israelis getötet wurden.“ (APA, 13. Mai 2016) Mit diesem Satz aus einer Aussendung zur Israel-Reise von Außenminister Kurz schaffte es die österreichische Presseagentur ein weiteres Mal, eine Meldung so zu verfassen, dass sie zwar nicht glatt falsch,…

Jubel über Khans Sieg gegen den „Juden Goldsmith“

Sehr geehrte Redaktion der Kronen Zeitung,neben einem Beitrag in der Krone-Wochenendbeilage über die Wahl Sadiq Khans zum Londoner Bürgermeister findet sich ein Foto mit der Bildunterschrift: „Jubel in Pakistan nach dem Wahlergebnis in London“. Wie auf dem Transparent zu lesen ist, das die abgebildeten Männer mit sich trugen, jubelten diese vor allem darüber, dass der Moslem Khan den „Millionärs-Juden Zec…

Flüchtlingslager: Nährboden für Radikalisierung

Von Thomas von der Osten-Sacken Über 18 Millionen Menschen sind seit 2010 im Nahen Osten zu Flüchtlingen und Binnevertriebenen geworden. Eine Katastrophe, wie die Welt sie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht gesehen hat. Ihr Leben ist nicht nur perspektivlos und entbehrungsreich, die Geschichte hat auch gezeigt: Kaum ein Ort ist so ein fruchtbarer Boden für Radikalisierungen wie Flüchtlingslager.  …

Irans Außenminister trauert um getöteten Hisbollah-Terroristen

Von Florian Markl Noch immer ist unklar, wer für den Tod des hochrangigen Militärkommandanten der Hisbollah Mustafa Badreddine verantwortlich ist. Als bekannt wurde, dass Badreddin bei einer Explosion in Syrien ums Leben gekommen war, wurde sofort der übliche Verdächtige Israel als Schuldiger ausgemacht. Die Hisbollah selbst macht mittlerweile sunnitische Dschihadisten für Badreddines Ableben verantwortlich: Er soll bei einem Artillerieangriff syrischer…

Mohammed Jawad Zarif, Holocaust-Karikaturen und Lügen

Von Nik Kowsar Vor zwanzig Jahren setzte sich eine Gruppe führender iranischer Karikaturisten beim Büro des Bürgermeisters von Teheran mit Nachdruck dafür ein, ein kleines Gebäude zu erhalten, in dem das erste Haus der Karikaturen im Iran eingerichtet werden sollte. Ich war einer von ihnen; ein junger und ambitionierter Karikaturist, der mit seinen Zeichnungen die Grenzen des Regimes austesten wollte.…

Wie iranische Holocaust-Leugnung verharmlost wird

Sehr geehrte Redaktion der Salzburger Nachrichten, auf der SN-Webseite findet sich eine APA/dpa-Meldung mit dem Titel „Holocaust-Ausstellung in Karikaturenhaus in Teheran“, in der zu lesen ist, in der iranischen Hauptstadt finde „erneut eine Ausstellung zum Thema Holocaust“ statt. Tatsächlich handelt es sich dabei freilich um eine Ausstellung mit Zeichnungen, in denen der Holocaust geleugnet, relativiert oder lächerlich gemacht wird. Eine…

Die EU ignoriert in beschämender Weise die wichtigste Sorge Israels: Sicherheit

Von Alex Benjamin Den meisten Europäern wird zweifellos entgangen sein, dass heute Morgen zwei 80‑jährige Frauen während eines Morgenspaziergangs von palästinensischen Angreifern von hinten niedergestochen wurden. Die Täter flohen zurück nach Ostjerusalem. Zwei 80‑jährige Frauen. Wahrscheinlich Großmütter. In etwa so bedrohlich wie ein Staubwedel. Shlomi Tedegi, ein Sanitäter, beschrieb den Schauplatz der Attacke: „Ich sah die beiden etwa 80‑jährigen Frauen…