Mena-Exklusiv

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Das makabre Gedenken an die Nakba

Von Fred Maroun Manchmal werden Vergleiche zwischen der Nakba, der arabischen Niederlage gegen Israel im Krieg von 1947/1948, und dem Holocaust gezogen. Dies ist aus mehreren Gründen ein grauenhafter Vergleich, und ich würde gerne einen passenderen vorschlagen. Während im Holocaust die Juden unschuldige Opfer eines Genozids durch ein rassistisches Regimes waren, war die Nakba das Ergebnis eines von Arabern angezettelten…

Voreingenommene Äquidistanz

In Jerusalem wird iranische Kunst gezeigt, im Iran feiern sie derweil Karikaturen, die den Holocaust leugnen. Beides sind Ausstellungen, beides ist irgendwie auch Kunst. Also kann man das durchaus unter solch einer Überschrift zusammenfassen: „Die Regierungen Irans und Israels pflegen ihren gegenseitigen Hass. Die Kulturszene bemüht sich um Entspannung – mit politischer Kunst.“ Nun weiß man endlich, was Äquidistanz ist,…

Eine Staatssekretärin ohne Kontaktscheue vor Extremisten?

Gestern Nachmittag präsentierte Christian Kern das zukünftige Regierungsteam der SPÖ. Mit dabei wird Muna Duzdar sein, „eine junge Frau mit migrantischem Hintergrund“, wie Kern erläuterte. „Ihre Eltern (…) stammen aus Palästina. Ich halte das für ein ganz bewusstes, ganz wichtiges Zeichen.“ Anders als bei der Vorstellung ihrer Kollegen tat Kern ihr Unrecht und verwies bei Duzdar auf keine weitere Qualifikation…

Presseagentur verschleiert palästinensischen Terror

Von Florian Markl„Seit Oktober des Vorjahres wird der Nahe Osten von einer Gewaltwelle erschüttert, bei der mehr als 200 Palästinenser und etwa 30 Israelis getötet wurden.“ (APA, 13. Mai 2016) Mit diesem Satz aus einer Aussendung zur Israel-Reise von Außenminister Kurz schaffte es die österreichische Presseagentur ein weiteres Mal, eine Meldung so zu verfassen, dass sie zwar nicht glatt falsch,…

Jubel über Khans Sieg gegen den „Juden Goldsmith“

Sehr geehrte Redaktion der Kronen Zeitung,neben einem Beitrag in der Krone-Wochenendbeilage über die Wahl Sadiq Khans zum Londoner Bürgermeister findet sich ein Foto mit der Bildunterschrift: „Jubel in Pakistan nach dem Wahlergebnis in London“. Wie auf dem Transparent zu lesen ist, das die abgebildeten Männer mit sich trugen, jubelten diese vor allem darüber, dass der Moslem Khan den „Millionärs-Juden Zec…

Flüchtlingslager: Nährboden für Radikalisierung

Von Thomas von der Osten-Sacken Über 18 Millionen Menschen sind seit 2010 im Nahen Osten zu Flüchtlingen und Binnevertriebenen geworden. Eine Katastrophe, wie die Welt sie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht gesehen hat. Ihr Leben ist nicht nur perspektivlos und entbehrungsreich, die Geschichte hat auch gezeigt: Kaum ein Ort ist so ein fruchtbarer Boden für Radikalisierungen wie Flüchtlingslager.  …

Irans Außenminister trauert um getöteten Hisbollah-Terroristen

Von Florian Markl Noch immer ist unklar, wer für den Tod des hochrangigen Militärkommandanten der Hisbollah Mustafa Badreddine verantwortlich ist. Als bekannt wurde, dass Badreddin bei einer Explosion in Syrien ums Leben gekommen war, wurde sofort der übliche Verdächtige Israel als Schuldiger ausgemacht. Die Hisbollah selbst macht mittlerweile sunnitische Dschihadisten für Badreddines Ableben verantwortlich: Er soll bei einem Artillerieangriff syrischer…

Mohammed Jawad Zarif, Holocaust-Karikaturen und Lügen

Von Nik Kowsar Vor zwanzig Jahren setzte sich eine Gruppe führender iranischer Karikaturisten beim Büro des Bürgermeisters von Teheran mit Nachdruck dafür ein, ein kleines Gebäude zu erhalten, in dem das erste Haus der Karikaturen im Iran eingerichtet werden sollte. Ich war einer von ihnen; ein junger und ambitionierter Karikaturist, der mit seinen Zeichnungen die Grenzen des Regimes austesten wollte.…

Wie iranische Holocaust-Leugnung verharmlost wird

Sehr geehrte Redaktion der Salzburger Nachrichten, auf der SN-Webseite findet sich eine APA/dpa-Meldung mit dem Titel „Holocaust-Ausstellung in Karikaturenhaus in Teheran“, in der zu lesen ist, in der iranischen Hauptstadt finde „erneut eine Ausstellung zum Thema Holocaust“ statt. Tatsächlich handelt es sich dabei freilich um eine Ausstellung mit Zeichnungen, in denen der Holocaust geleugnet, relativiert oder lächerlich gemacht wird. Eine…

Die EU ignoriert in beschämender Weise die wichtigste Sorge Israels: Sicherheit

Von Alex Benjamin Den meisten Europäern wird zweifellos entgangen sein, dass heute Morgen zwei 80‑jährige Frauen während eines Morgenspaziergangs von palästinensischen Angreifern von hinten niedergestochen wurden. Die Täter flohen zurück nach Ostjerusalem. Zwei 80‑jährige Frauen. Wahrscheinlich Großmütter. In etwa so bedrohlich wie ein Staubwedel. Shlomi Tedegi, ein Sanitäter, beschrieb den Schauplatz der Attacke: „Ich sah die beiden etwa 80‑jährigen Frauen…

Hungerblockade syrischer Städte: Statt Hilfslieferungen gab es Bomben

Von Thomas von der Osten-Sacken Donnerstagmorgen noch ging die Meldung durch syrische Oppositionsmedien: Erstmalig seit vier Jahren erlaube das Assad-Regime Hilfsgüter nach Daraya, einen jener Damaszener Vororte, die von Rebellen kontrolliert werden und deshalb unter Totalblockade stehen. Solange die Bewohner sich nicht „ergeben“, lassen die Truppen des Regimes und verbündeter schiitischer Milizen weder Nahrungsmittel noch Medikamente passieren. Dafür gibt es…

Teheraner Buchmesse: Barbarei als Motiv für fröhliche Fotos

Von Florian Markl„Eine Buchmesse“, so ist auf Wikipedia zu lesen, „informiert über den jeweiligen Buchmarkt.“ Diese selbstverständliche Definition mag auf bekannte Messen wie die in Frankfurt oder Leipzig zutreffen, nicht aber auf jene in der Hauptstadt der Islamischen Republik Iran. Denn eine der Hauptattraktionen der diesjährigen Teheraner Buchmesse hat mit Büchern, Geist und Kultur recht wenig zu tun: An einem…

Rohanis Loblied auf den iranischen Terrorpaten

Da können die führenden Vertreter des iranischen Regimes noch so viele Einwände erheben: Eine hierzulande stets aufs Neue wiederholte Behauptung ist es, dass eine moderate Fraktion im Iran an der Regierung sei. Diese Kräfte des Ausgleichs betrieben eine Öffnung des Landes sowie dessen Annäherung an den Westen und könnten so als Stabilitätsfaktor im Nahen Osten agieren. Nun liegt zwar mittlerweile…

Illegale Bauten als Beitrag zum Friedensprozess?

Sehr geehrter EU-Abgeordneter Eugen Freund, einer Presseaussendung ist zu entnehmen, dass Sie in einer Rede im Europäischen Parlament auf die „Zerstörung von EU-geförderten Unterkünften im Westjordanland“ hingewiesen haben. Erst kürzlich hätten Sie sich selbst ein „Bild von der Zerstörung“ machen können und fragten nun die EU-Außenbeauftragte Mogherini, „ob die EU entsprechende Entschädigung von Seiten der israelischen Regierung verlangen werde.“ Dabei…