Mena-Exklusiv

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Tunesien: Aufarbeitung der Vergangenheit

Am Samstag den 14. Januar fand eine Zeugenanhörung der tunesischen „Kommission für Wahrheit und Würde“ statt, in der Opfer über systematische Folter und Gewalttaten durch Sicherheitskräfte des Ben-Ali-Regimes aussagten. Die Anhörung wurde landesweit im Fernsehen übertragen. [caption id="attachment_16605" align="alignleft" width="350"] Öffentliche Zeugenanhörung der tunesischen „Kommission für Wahrheit und Würde“[/caption] Am 14. Januar 2011 glückte in Tunesien ein Staatsstreich. Der autokratische…

Rettung in letzter Minute

Von Thomas von der Osten-Sacken Seit klar ist, sie können dort tun und lassen, was sie wollen und niemand wird sie daran hindern, plaudern sie offen in Teheran und Moskau. So erklärte der russische Außenminister Lawrow, dass die massive russische Militärintervention 2015 Assad in letzter Minute gerettet habe: „The Syrian capital of Damascus was two to three weeks away from…

BBC will „Fake-News“ entlarven – auch die eigenen?

Von Stefan Frank Wie britische Zeitungen berichten, plant die BBC, „ein Team zu bilden, um Fakten zu checken und absichtlich irreführende und falsche Storys zu entlarven, die als echte Nachrichten verkleidet werden“. Ein plötzlicher Anflug von Selbstkritik bei der alten Tante des britischen Journalismus? Seit Jahren wird der britischen Rundfunkanstalt vorgeworfen, die Zuschauer und Zuhörer mit falschen Storys über Israel,…

Übersiedelt die „US-Regierung“ nach Israel?

Sehr geehrte Tagesschau-Redaktion, mit wachsender Verwunderung habe ich das Gespräch mit Ihrem Korrespondenten Mathias Werth über die gestrige Konferenz über den israelisch-palästinensischen Konflikt verfolgt. Zuerst meinte Werth, dass alle in Paris versammelten Nationen die „Zweistaatenlösung für den Nahen Osten“ forderten. Wirklich, zwei Staaten für „den“ Nahen Osten? Oder kann es sein, dass Werth den palästinensisch-israelischen Konflikt mit dem Nahen Osten…

Das „Haschemitenreich“ Saudi-Arabien?

Sehr geehrter Herr Hasewend, in einer Buchbesprechung in der Kleinen Zeitung bezeichnen Sie Saudi-Arabien als „das Haschemitenreich“, das sich zu einem „problematischen Partner entwickelt hat.“ Nun stammen die Haschemiten zwar aus Saudi-Arabien, herrschen in diesem Land aber nicht mehr, seit sie es in den 1920er-Jahren während des Siegeszugs der Saudis verlassen mussten. Heute stellen sie die Führung Jordaniens, das offiziell den…

Rafsanjani: Das unrühmliche Ende der Atombomben-Fatwa

Von Detlef zum Winkel. In vielen Nachrufen wird die wechselvolle Karriere des verstorbenen iranischen Spitzenpolitikers Rafsanjani beschrieben. Dass er als einziger Repräsentant der Islamischen Republik die militärischen Absichten des iranischen Atomprogramms zugab, bleibt dabei unerwähnt. Im Herbst 2015 war das Wiener Atomabkommen, der sogenannte Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), bereits unter Dach und Fach. Irans Außenminister Zarif begab sich…

Khamenei: Marionetten der Zionisten in Syrien gestoppt

Von Thomas von der Osten-Sacken Welche Bedeutung das iranische Regime seinem Alliierten in Damaskus, Bashar al Assad, beimisst, betonen die höchsten Führungsfiguren in Teheran immer wieder. Sie scheinen nämlich überzeugt zu sein, dass ihre Zukunft von der des syrischen Präsidenten abhänge. Erst jüngst wieder erklärte Revolutionsführer Ayatollah Khamenei, wie wichtig die iranische Intervention in Syrien für die Islamische Republik sei:…

Israelfeindschaft und Antisemitismus bei Hamas, Al-Qaida und dem Islamischen Staat – Teil 3

Von Michael Wyss Diese Artikelreihe beruht auf einem überarbeiteten Referat, welches der Autor im Oktober 2016 auf Veranstaltungen an der Universität Innsbruck sowie des Jungen Forums DIG Frankfurt an der Goethe Universität in Frankfurt a. M. präsentierte. Der dritte Teil beschreibt die Entstehungsgeschichte der Hamas und analysiert ihre Israelfeindschaft und Antisemitismus. Der erste Teil erschien am 27. Dezember 2016, der…

Die Hamas hätte es nicht anders formuliert

Von Florian Markl Nicht nur die Berliner taz gibt dieser Tage einer Terror-Versteherin Raum, auch die Wiener Zeitung lässt eine Gast-Kommentatorin erklären, warum Israel selbst schuld ist, wenn Palästinenser Juden ermorden. Herausgekommen ist dabei ein Text, in dem Liza Ulitzka nicht nur antisemitischen Terror rationalisiert, sondern darüber hinaus auch zeigt, dass man wohl „Kultur- und Sozialanthropologie mit Spezialisierung auf den…

Die „Provokation“ Jerusalem

Sehr geehrter Herr Kramar, Sie schreiben in Ihrem Kurier-Artikel über die Personalpolitik Donald Trumps, der designierte amerikanische Botschafter in Israel, David Friedman, „sorgte auch mit einer Idee für einen Skandal. Die USA sollten doch ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen: eine offene Provokation der Palästinenser, die ja Jerusalem als Hauptstadt für sich reklamieren.“ Ihnen dürfte entgangen sein, dass…

Die Terror-Versteherin von der taz

Von Alex Feuerherdt Während deutsche Medien nach der Terrorattacke in Jerusalem einmal mehr mit irreführenden Schlagzeilen aufwarten, ermahnt der deutsche Außenminister den jüdischen Staat, nicht an der „Gewaltspirale“ zu drehen. Die Israel-Korrespondentin der taz äußert derweil Verständnis für den Attentäter – zum wiederholten Mal. Wenn man sich die Schlagzeilen manch großer deutscher (Online-)Medien nach dem Anschlag in Jerusalem vom Sonntag…

„Wir geben einen Scheiß auf Assad“

Von Thomas von der Osten-Sacken Die engste Verbündete des syrischen Regimes, die libanesische Hizbollah, ohne deren Kämpfer Assad wohl längst verloren hätte – die Miliz ist als Bodentruppe für sein Überleben so wichtig, wie die russische Luftwaffe es ist –, scheint von ihrem Alliierten nicht viel zu halten. Das jedenfalls zeigen Gespräche, die ein Newsweek-Reporter jüngst mit Mitgliedern der Gottespartei…

FU Berlin: Antiisraelische Aktivistin als Politik-Dozentin

Von Alex Feuerherdt Am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin lehrt eine Dozentin, die Israel für ein Kolonialprojekt europäischer Juden hält, den palästinensischen Terror verharmlost und auch sonst in Wort und Tat einiges unternimmt, um den jüdischen Staat zu delegitimieren. Dazu zählen unter anderem die Verteidigung einer antisemitischen Politsekte und die Beteiligung an einem Musikvideo, in dem Israel und…

Der Islamische Staat und der palästinensische Konsens

Sehr geehrte Presse-Redaktion, Susanne Knaul beendet ihren Bericht über den Terroranschlag in Jerusalem unter Berufung auf nicht näher genannte „Beobachter“ mit der Bemerkung, der „palästinensische Terror ziele primär auf die Befreiung Palästinas, die Palästinenser setzten dabei auf internationale Unterstützung – allerdings nicht auf die Terrormiliz IS.“ Man könne nicht ausschließen, „dass es hier Andersdenkende gibt – hier stünden sie aber…

Hardliner auf beiden Seiten?

Sehr geehrter Herr Winter, in Ihrem Ö1-Morgenjournal-Interview zum Tod von Irans Ex-Präsident Rafsanjani sprachen Sie von „Hardliner[n] auf beiden Seiten“: Diese – ob im Iran, ob „im US-Kongress“ oder „künftig vielleicht im Beraterstab Trumps“ – „brauchen einander um die langen und lustvoll eingeübten Feindbilder aufrecht zu erhalten.“ Nun ist Ihren Ausführungen völlig zustimmen, dass die von Ihnen als Hardliner bezeichneten…