Mena-Exklusiv

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Warum katholische Nationalisten in Nordirland Israelfahnen verbrennen

Von Stefan Frank Auf einem großen Scheiterhaufen haben katholische Nationalisten in der nordirischen Stadt Derry (85.000 Einwohner) am 15. August neben allerlei britischen Fahnen auch die israelische Fahne verbrannt. Was hat Israel mit dem Nordirlandkonflikt zu tun? Mena Watch fragte Steven Jaffe, der in Belfast als Mitglied der kleinen jüdischen Gemeinde geboren und aufgewachsen ist. Jaffe ist stellvertretender Vorsitzender des…

Südafrika: Hauptsache, die Juden sind schuld

Von Thomas von der Osten-Sacken Kein anderes Wahnsystem sonst schafft es, politische Feinde zusammenzubringen, tiefe Gräben zu überbrücken, Widersprüche scheinbar aufzuheben – der Antisemitismus macht es möglich. Da finden sich plötzlich Menschen Seite an Seite im Kampf gegen vermeintliche jüdische Strippenzieher und Verschwörer, die sonst kaum eine Gemeinsamkeit aufweisen. Geht es gegen die imaginierte jüdische Weltherrschaft oder den realexistierenden jüdischen…

BDS: Kauft nicht bei Juden, singt nicht bei Juden, forscht nicht mit Juden!

Von Thomas Eppinger International ist der Einfluss der BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions, dt. Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) um vieles größer als im deutschsprachigen Raum. Die Haltung zu BDS ist hierzulande immer noch indifferent, nicht nur in der Kunstszene. Ihr antisemitischer Charakter ist im öffentlichen Bewusstsein nicht verankert. Anders ist das Herumeiern bei der diesjährigen Ruhrtriennale nicht zu erklären. Dessen…

Nein, Israel hat keine neuen Siedlungen genehmigt

Sehr geehrte Standard-Redaktion, in der gestrigen Standard-Ausgabe findet sich eine Kurzmeldung mit dem Titel: „Israel will neue Siedlungen im Westjordanland“. Die Überschrift ist schlicht falsch, denn es geht nicht um den Bau neuer Siedlungen, sondern um den Bau neuer Wohnungen – in bereits bestehenden Siedlungen. Darüber hinaus ist nicht einmal die Meldung selbst zutreffend, denn zweitens wurde nicht der Bau…

Saudi-Arabien: Wird erstmals eine Frau wegen politischer Delikte enthauptet?

Von Stefan Frank In Saudi-Arabien hat die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe gegen die seit drei Jahren inhaftierte Schiitin Israa al-Ghomgham gefordert. Das berichten die Menschenrechtsorganisationen European Saudi Organisation for Human Rights (ESOHR), die in London ansässige ALQST und Human Rights Watch (HRW). Damit ist sie die erste Frau in Saudi-Arabien, der aufgrund von politischen Vorwürfen die öffentliche Enthauptung droht; Hinrichtungen von…

Iranische Debatten nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen

Von Wahied Wahdat-Hagh Am 8. Mai 2018 sind die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. In der iranischen Politik und in den Medien werden die Folgen dieses Ausstiegs turbulent diskutiert. Das Land befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise, insbesondere auf ihr Raketenprogramm und ihre regionale Präsenz wollen die iranischen Machthaber dennoch nicht verzichten. Nach dem Ausstieg der…

Palästinenser-Hilfswerk: Kommt das Ende dieses fortdauernden Skandals?

Von Alex Feuerherdt Die USA arbeiten allem Anschein nach auf ein Ende des Palästinenserhilfswerks bei den Vereinten Nationen hin. Das ist ein richtiger Schritt, denn diese UN-Einrichtung ist nicht nur ein Anachronismus, sondern eine der Hamas nahestehende Flüchtlingsfabrik, ein Unsummen verschlingender Moloch, der sich selbst erhält und bei den Palästinensern die Illusion nährt, sie könnten irgendwann auf israelisches Territorium übersiedeln…

Belohnung für Terror – ein Erfolg?

Sehr geehrte Presse-Redaktion, sosehr zu wünschen wäre, dass der ständige Raketenbeschuss Israels durch palästinensische Terrorgruppen zu Ende ginge, so schwer fällt es mir, aktuell ohne Weiteres von einem „Erfolg für UN-Vermittler im Gazastreifen“ zu sprechen. Im Grunde erhielt die den Küstenstreifen beherrschende islamistische Hamas umfangreiche wirtschaftliche Zusagen, nur damit sie – vorübergehend – ihre Angriffe auf den jüdischen Staat aussetzt.…

Ein genialer Dirigent auf politischen Abwegen (Teil 2)

Von Thomas Eppinger Spricht man mit israelisch-stämmigen Musikern in Deutschland über Daniel Barenboim, kommt einem unwillkürlich Harvey Weinstein in den Sinn. So ähnlich muss es sich angefühlt haben, wenn man mit Hollywood Schauspielerinnen über den Magnaten gesprochen hat, bevor die Affäre hochgekocht ist. Die Aura der Macht bildet einen kaum durchdringbaren Vorhang, gewoben aus der Angst um das eigene Fortkommen.…

Ein genialer Dirigent auf politischen Abwegen (Teil 1)

Von Thomas Eppinger Daniel Barenboim schäme sich, ein Israeli zu sein, schrieb der weltberühmte Pianist und Dirigent in einem Artikel für die Haaretz, der am selben Tag erschien wie die Nachricht, dass Israel über 400 Syrer gerettet hat. Israel habe ein Gesetz verabschiedet, heißt es in seinem Text, welches das Prinzip der Gleichheit und universellen Werte durch Nationalismus und Rassismus…

Menschenhandel mit Jesiden in der Türkei

Von Uzay Bulut Der 3. August war der vierte Jahrestag der ISIS-Invasion in Sinjar, Irak, und der Beginn des Genozids der Jessiden. Seit diesem Datum im Jahr 2014 wurden laut der Organisation Yazda etwa 3.100 Jessiden hingerichtet oder starben an Dehydrierung und Hunger. Mindestens 6.800 Frauen und Kinder wurden von ISIS-Terroristen entführt und sexuell und physisch missbraucht, Gefangene wurden zum…

Palästinenser: Hunderttausende Dollar für Massenmord an Israelis

Von Florian Markl Die palästinensische Führung zahlt nach wie vor große Geldbeträge an von Israel gefangene Terroristen oder deren Hinterbliebene. Auf nicht weniger als 330 Millionen Dollar sollen sich im laufenden Jahr die Terrorrenten belaufen, denen eine einfache Logik zugrunde liegt: Je schrecklicher die begangene Bluttat, umso höher die Summen, über die sich Attentäter und deren Familien freuen dürfen. An…

Proteste im Iran: Keine Reformen, sondern das Ende der Islamischen Republik

Von Thomas von der Osten-Sacken Langsam spricht sich auch in Europa herum, dass die jüngsten Massenproteste im Iran keine kleinen lokalen Ereignisse mehr sind, sondern durchaus an die Protestbewegung von 2009 heranreichen. Nur spricht diesmal auf den Straßen des Iran niemand mehr von Reform. Die Forderungen sind klar und deutlich: Es geht um ein Ende der Islamischen Republik, also im…