FC Liverpool geht gegen pro-palästinensische Trikotfälschungen vor

Das Logo des FC liverpool. (imago images/ZUMA Press Wire)
Das Logo des FC liverpool. (imago images/ZUMA Press Wire)

Im Internet werden gefälschte Trikots von Premier-League-Vereinen mit pro-palästinensischen Aufschriften vertrieben. Einer ist der FC Liverpool.

Der englische Fußballclub FC Liverpool hat Maßnahmen gegen den Verkauf nicht autorisierter Trikots mit pro-palästinensischen Botschaften eingeleitet. Zuvor hatte die Organisation UK Lawyers for Israel (UKLFI) vier Premier-League-Vereine auf mögliche Markenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht.

Am 25. Oktober 2026 hatte UKLFI die Klubs FC Liverpool, Manchester United, Manchester City und Chelsea brieflich darüber informiert, dass über eine Webseite sowie verschiedene soziale Medien unter dem Namen »From Palestine to the World« gefälschte Fußballtrikos vertrieben werden. Die Produkte imitieren die offiziellen Vereinstrikots, zeigen jedoch veränderte Wappen und politische Botschaften zur Unterstützung der Palästinenser.

Im Fall von FC Liverpool wurden beispielsweise die Initialen »L.F.C.« im berühmten Vereinswappen durch »P.L.C.« ersetzt. Die Manchester-United-Version trägt im Wappen statt des Vereinsamens die Aufschrift »Manchester with Gaza«. Beim Stadtrivalen Manchester City wurde die auf der Brust prangende Werbung für den Etihad Airways – der Club gehört dem 2. Vizepräsidenten der Vereinigten Arabischen Emiraten Mansour bin Zayid Al Nahyan – durch die Aufschrift »Palestine Airways« ersetzt. Aus »Chelsea Football Club« wurde auf dem gefälschten Trikot »Palestine Club«, zusätzlich tragt das Dress auf der Vorderseite die große Aufschrift »Palestin«.

Schätzungen von UKLFI zufolge verzeichnete die Verkaufswebsite der Fälschungen zwischen Juli und September 2026 mehr als 465.000 Besuche, rund 30 Prozent davon aus Großbritannien.

Die Klubs reagieren

Die vier von UKLFI angeschriebenen Klubs bestätigten den Erhalt des Briefes. ManU und Chelsea gaben an, die Angelegenheit zur Überprüfung an die zuständigen Vereinsabteilungen weitergeleitet zu haben.

Einige Schritte weiter ist offenbar der FC Liverpool, der UKLFI versicherte, bereits gegen die gefälschten Produkte vorzugehen. Der Verein habe entsprechende Angebote wegen Markenrechtsverletzungen bei Website-Betreibern und Social-Media-Plattformen gemeldet. Weitere Schritte zum Schutz seines geistigen Eigentums würden geprüft.

Ein Sprecher von UKLFI sagte dazu: »Dem FC Liverpool gebührt Anerkennung dafür, dass er Maßnahmen ergriffen hat, um seine Marke davor zu schützen, für politische Kampagnen missbraucht zu werden.«

Die Organisation betont, dass die Unterstützung Palästinas durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei. Das gestatte jedoch nicht die unerlaubte Verwendung geschützter Vereinsmarken für politische Kampagnen. Die gefälschten Trikots könnten irrtümlich für offiziell genehmigte Fanartikel gehalten und damit und damit den Fußballvereinen eine politische Positionierung zugeschrieben werden, die sie selber nicht vorgenommen haben.

»Fußballvereine«, gibt der UKLFI-Sprecher zu bedenken, »haben Millionen von Fans mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen politischen Ansichten. Ihre Namen, Wappen und ihr Ruf sollten nicht missbraucht werden, um eine spaltende politische Sache zu fördern.«

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