Florian Markl

Der Politikwissenschaftler Florian Markl war zuvor Archivar und Historiker beim Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Gemeinsam mit Alexander Feuerherdt ist er Autor von »Vereinte Nationen gegen Israel«, erschienen bei Hentrich & Hentrich 2018.

Intellektuelle Unredlichkeit

Sehr geehrte Presse-Redaktion, [caption id="attachment_33828" align="alignleft" width="300"] Ian Buruma (By Larry D. Moore CC BY-SA 3.0)[/caption] lang und breit räsoniert Iran Buruma in seinem Gastkommentar „Warum der Bombenregen auf Zivilisten?“ über „strategische Bombardements“, stellt die israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen auf eine Stufe mit historischen Beispielen von Coventry bis Hiroshima, und…

Den Terror der Hamas legitimieren

Sehr geehrte Falter-Redaktion, Raimund Löws Forderung, um alle paar Jahre „Minikriege“ zu vermeiden, müsse die Hamas in einen „Verhandlungsprozess“ eingebunden werden, ist nicht sonderlich originell. Auch wenn Gespräche mit der Hamas über einen Frieden mit Israel – oder auch nur eine Akzeptanz des jüdischen Staates – in etwa so sinnvoll…

Was „Israelkritiker“ gerne von Juden hören

Sehr geehrte Frau Koren, mit dem Interview mit Ari Rath unter dem Titel „Das ist nicht das Israel, das ich wollte“ in der gestrigen Ausgabe der Kleinen Zeitung ist es Ihnen wieder gelungen, einen Israeli/Juden ausfindig zu machen, der kein gutes Haar am jüdischen Staat bzw. an dessen Politik lässt…

Einseitige Reportage im Standard

Sehr geehrte Standard-Redaktion, Eric Frey meinte unlängst in einem Kommentar, der an die Medien gerichtete Vorwurf der Einseitigkeit in der Berichterstattung über den Gaza-Krieg sei unbegründet, denn die Journalisten würden sich „viel Mühe (geben), Ereignisse und Ursachen umfassend und objektiv darzustellen“. Aber in einem asymmetrischen Krieg wie dem zwischen Israel…

Wenn Propaganda sich ad absurdum führt

Sehr geehrte Presse-Redaktion, in seinem Gastkommentar spricht Raed Sabbah vom Gazastreifen als „der am dichtest besiedelten Gegend der Welt“. Bei dieser Behauptung handelt es sich um ein klassisches Beispiel palästinensischer Propaganda: sie klingt sehr dramatisch, ist aber, wie man mühelos binnen weniger Minuten feststellen kann, einfach falsch. In Wahrheit ist…

Netanjahus "Angst-Propaganda"

Sehr geehrte Redaktion der Kleinen Zeitung, Nina Koren ist mit ihrem gestern veröffentlichen Interview mit dem israelischen Schriftsteller Nir Baram ein bemerkenswerter Beitrag zur Berichterstattung über den Gaza-Krieg gelungen – wenn auch in negativer Hinsicht. Baram wirft darin dem israelischen Premier Netanjahu „Angst-Propaganda“ und die gezielte Manipulierung der „Holocaust-Erfahrung für…

Gemäß den Propagandarichtlinien der Hamas

Von Florian Markl Wirft man Medien hierzulande vor, über den Gaza-Krieg nicht ausgewogen und fair zu berichten, sondern Propaganda für die Hamas zu betreiben, so weisen die betroffenen Journalisten den Vorwurf empört zurück: Sie mögen in ihren Berichten zwar „vergessen“ haben, die verbrecherischen Angriffe der Hamas auf Israel zu erwähnen,…

Der ewige Aggressor Israel

Von Florian Markl Manchmal ist die Berichterstattung über Israel dermaßen grotesk, dass einem fast die Worte fehlen. Aktuellstes Beispiel: Am Morgen stellte Israel nach einer ägyptischen Initiative seine Militäreinsätze gegen Stellungen der islamistischen Hamas im Gazastreifen ein. Die wollte von einer Unterbrechung ihres Terrorkrieges jedoch nichts wissen und feuerte weiter Raketen…

Der "Gesprächspartner" Hamas

Sehr geehrte Kurier-Redaktion, in seinem heutigen Kommentar meint Walter Friedl, Israel müsse „mit den Hamas-‚Terroristen‘ reden – ehe es zu spät ist.“ Denn es bestünde die Gefahr, dass die „nächste Generation“ der Islamisten „ähnlich radikal und kompromisslos“ sein werde, wie die Dschihadisten im Irak und Syrien. Man wundert sich, warum…

Menschenverachtende Hetze in der Kronen Zeitung

Sehr geehrte Krone-Redaktion, schon dass Kurt Seinitz in seinem Kommentar in der heutigen Kronen Zeitung Israelis, die im Westjordanland leben, pauschal als „jüdische Kolonialsiedler“ und „Brutstätte(n) des Extremismus“ charakterisiert, stellt eine höchst fragwürdige Verunglimpfung dar. Dass er diese Menschen sodann aber als „giftige(s) Natterngezücht“ bezeichnet, überschreitet jede Grenze des Akzeptablen:…

Unausgewogene Darstellung

Sehr geehrte Presse-Redaktion, in der gestrigen Presse berichtete Susanne Knaul über die Razzien der israelischen Armee, die im Westjordanland nach drei verschleppten israelischen Jugendlichen sucht. Knaul gab in ihrem Artikel die massiven Vorwürfe wieder, die palästinensische Politiker gegen Israel erheben: Von einer „Kollektivstrafe für das gesamte palästinensische Volk“ war ebenso…

ORF über Terror gegen Israel: Regelmäßige Verzerrung

Sehr geehrte news.orf.at-Redaktion, auf Ihrer Webseite findet sich heute ein Artikel mit folgender Überschrift: „Israelische Kampfjets griffen Hamas-Ziele im Gazastreifen an“. Liest man den Text darunter, erfährt man allerdings: „Den Luftschlägen waren Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet vorangegangen.“ Daraus ergeben sich einige recht einfache Fragen: Warum betiteln Sie…

Edlinger und die historische Wahrheit

Sehr geehrte Presse-Redaktion, Fritz Edlinger bedauert in seiner Replik auf Ariel Muzikant, dass Jassir Arafat sich jahrzehntelang mit dem Vorwurf „herumschlagen“ habe müssen, „gegen jeglichen Frieden mit Israel zu sein“. Was Edlinger nicht erwähnt: Dieses harte Los wäre Arafat erspart geblieben, hätte er nicht jahrzehntelang jeden Frieden mit Israel ausgeschlossen…

"Unislamisches" Denkmal

Sehr geehrte Standard-Redaktion, zur Illustration Ihres Interviews mit einem Ökonomen, in dem es u. a. um die Rechte ausländischer Arbeiter in den Staaten der arabischen Halbinsel geht, haben Sie ein Bild der an der Corniche von Doha in Katar errichteten Statue verwendet, die an den berühmten Kopfstoß Zinédine Zidanes gegen…

Schweigen über den Terror

Sehr geehrte Presse-Redaktion, Patrick Müller hat in seinem Gastkommentar über die „Nahostfriedenssuche in der Endlosschleife“ das Kunststück vollbracht, über den Stillstand im 1993 begonnenen israelisch-palästinensischen Friedensprozess zu schreiben, ohne einen der wichtigsten Gründe für dessen Scheitern auch nur zu erwähnen: palästinensischer Terrorismus kommt darin schlicht nicht vor. Lediglich an einer…

Irans Atomprogramm eingestellt?

Sehr geehrte Österreich-Redaktion, mit großer Verwunderung habe ich die „Weltkarte des Schreckens“ zur Kenntnis genommen, mit der Sie in der heutigen Ausgabe Ihrer Zeitung einen Überblick über die Atomwaffenmächte der Welt geben wollen. Wie konnten Sie auf die Idee kommen, in der Grafik den Iran mit gelber Farbe zu unterlegen…

Keine 700 Kilometer lange Mauer

Sehr geehrte Frau Özkan, Sie schreiben in Ihrem Presse-Artikel über eine israelische Firma, die eine Grenzsicherungsanlage zwischen den USA und Mexiko bauen soll, von einer „umstrittenen, mehr als 700 Kilometer langen Mauer um israelisches Siedlungsgebiet im Westjordanland.“ Eine solche Mauer gibt es aber nicht. Infolge der Vielzahl verheerender Selbstmordattentate palästinensischer…

Terrorangriffe auf Eilat

Sehr geehrte Frau Harrer, Sie schreiben in Ihrem Kommentar im heutigen Standard, die ägyptische Terrorgruppe Ansar Beit al-Makdis, die sich zu dem tödlichen Anschlag auf einen Touristenbus in Taba bekannt hat, habe ihre Angriffe bisher gegen „Einrichtungen und Vertreter der Sicherheitskräfte und des Staates“ gerichtet, nicht aber Touristen attackiert. Was…