Florian Markl

Der Politikwissenschaftler Florian Markl war zuvor Archivar und Historiker beim Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Gemeinsam mit Alexander Feuerherdt ist er Autor von »Vereinte Nationen gegen Israel«, erschienen bei Hentrich & Hentrich 2018.

Der türkische Botschafter gedenkt des Putschversuchs

Von Florian Markl In einem Gastkommentar gab der türkische Botschafter in Österreich, Mehmet Ferden Çarıkçı, einen Einblick in die Parallelwelt, in der Präsident Erdogan und dessen Unterstützer leben. Anlass des Presse-Beitrags, der in den seither veröffentlichten Leserbriefen auf regen Widerspruch stieß, war der erste Jahrestag des gescheiterten Staatsstreichs vom 15.…

Terror gegen Urlauber, Terror gegen Israel: die doppelten Standards

Von Florian Markl Manchmal sind die doppelten Standards, die in der Berichterstattung über Israel und anti-israelischen Terror angewendet werden, so offensichtlich, dass sich jeder weitere Kommentar erübrigt. Nehmen wir z. B. die heutige Ausgabe der Presse. Im ägyptischen Hurghada attackiert ein Terrorist mehrere Urlauber, zwei werden dabei tödlich verletzt. Die…

Warum ein iranischer Krebsforscher nicht in die USA einreisen durfte

Von Florian Markl „US-Einreiseverbot: Iranischer Krebsforscher trotz Visums ausgewiesen“, titelt die Webseite der Tiroler Tageszeitung. Zehn Stunden lang sollen Mohsen Dehnavi, der in einem Kinderkrankenhaus in Boston hätte arbeiten sollen, seine Frau und ihre drei Kinder am Flughafen festgehalten worden sein, bevor ihnen schlussendlich die Einreise in die USA verwehrt…

Israelis ermorden, damit die Familie ein gutes Leben hat

Von Florian Markl [caption id="attachment_21926" align="alignright" width="300"] August 2014: Mahmud Abbas feiert mit aus israelischen Gefängnissen entlassenen palästinensischen Terroristen.[/caption] Entgegen anderslautenden Gerüchten zahlt die palästinensische Führung weiterhin hohe Summen an verurteilte Terroristen bzw. deren Angehörige. Die dahinterstehende Logik ist gleichermaßen einfach wie blutig: Je mehr Israelis getötet werden, umso höher…

Ein antisemitischer Krieg steht bevor – und die Welt sieht wieder weg

Von Fred Maroun Seit dem Ende des zweiten Libanonkrieges 2006 gibt es zunehmend Anzeichen, dass ein dritter Libanonkrieg vor der Tür steht. Die englische Zeitung The Independent prophezeit, er werde „verheerend“ sein. Wie bei allen früheren arabischen Kriegen gegen Israel liegt die Hauptmotivation im Antisemitismus; anders als bei den meisten…

Mit Israelhassern gegen Antisemitismus?

Von Florian Markl Zwei Tage ist es her, dass die Imame der „Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“ (IGGiÖ) medienwirksam eine Deklaration gegen „Extremismus, Gewalt und Terror“ veröffentlichten. Darin war auch ein Bekenntnis zum Kampf gegen Antisemitismus enthalten. Die Frage nach der Ernsthaftigkeit dieser Bemühungen stellt sich aber, wenn einen Blick auf…

Arte: Keine Kritik an Bistro-Antisemitismus

Sehr geehrte Frau Simon, Sie kritisieren in der Presse die Antisemitismus-Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“, die 24 Stunden auf der Webseite der Bild-Zeitung zu sehen war, nachdem die Auftraggeber der Sendung, Arte und der WDR, sich geweigert hatten, sie auszustrahlen. Sie werfen dem Film „Polemik…

Imame-Deklaration gegen Terror: Das Offensichtliche leugnen

Immer wieder, so beklagt sich die „Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich“ (IGGiÖ), habe sie in der Vergangenheit Terroranschläge verurteilt, doch seien diese Distanzierungen öffentlich kaum wahrgenommen worden. Um dem entgegenzuwirken, haben mehrere Hundert Imame der Glaubensgemeinschaft heute eine Deklaration gegen „Extremismus, Gewalt und Terror“ veröffentlicht. Nimmt man das rege mediale Echo…

Wie die Palästinenser 2014 den Frieden mit Israel verhinderten

Von Florian Markl Die israelische Zeitung Haaretz veröffentlichte in der vergangenen Woche einen hochinteressanten Bericht über das Scheitern der israelisch-palästinensischen Verhandlungen im Frühjahr 2014. Er veranschaulichte in aller Kürze, warum es fünf Jahrzehnte nach dem Sechstagekrieg noch immer keinen Frieden gibt: Die vermittelnden Amerikaner verfassten zwei Entwürfe für ein Rahmenabkommen.…

Sechstagekrieg: Amerikanische Waffen und erfundene Vertreibungen

Sehr geehrter Herr Kramar, in Ihrem Kurier-Artikel über den Sechstagekrieg („Triumph mit Folgen“) schreiben Sie, der israelische Sieg über die arabischen Armeen sei „als Folge konsequenter militärischer Planung und natürlich amerikanischer Waffen“ nicht überraschend gewesen. Das ist nicht zutreffend: Bis zum Sechstagekrieg spielten Waffen aus den USA für die israelische…

50 Jahre Sechstagekrieg: Das Ende des Wartens

Von Florian Markl Mit Angriffen auf ägyptische Luftwaffenstützpunkte begann heute vor 50 Jahren der Sechstagekrieg. Israel setzte damit der angespannten Zeit des Wartens ein Ende. Sie hatte mit dem Vordringen ägyptischer Truppen auf die Halbinsel Sinai, dem erzwungenen Abzug der „United Nations Emergency Force“ (UNEF) und der ägyptischen Sperrung der…

Sechstagekrieg: Was forderten die Vereinten Nationen?

Sehr geehrte Presse-Redaktion, in einem Gastkommentar am Freitag schrieb Richard N. Haass, Israel sei in der nach dem Sechstagekrieg 1967 vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 242 aufgefordert worden, „sich von den besetzten Gebieten zurückzuziehen“. Das stimmt so nicht: In der Resolution ist nicht von „den besetzten Gebieten“ die Rede, sondern von…

99,9 Prozent friedliebende Muslime?

Von Florian Markl Nach dem Selbstmordattentat in Manchester setzten sogleich die üblichen Mechanismen der Verharmlosung des Islamismus ein. Der Bürgermeister der Großregion Manchester etwa erklärte: „Wir stehen zusammen gegen den Terror, mit den 99,9 Prozent friedliebenden Muslimen unter uns.“ Es mag beruhigend sein, der Behauptung Glauben zu schenken, dass nur…

Mahmud Abbas: Doppelmoral gegenüber Terror

Von Florian Markl Bei einem gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Donald Trump äußerte sich Mahmud Abbas, Vorsitzender der Palästinensischen Autonomiebehörde im dreizehnten Jahr seiner vierjährigen Amtszeit, zum Terroranschlag in Manchester: „Ich will den schrecklichen Terroranschlag verurteilen, der heute in der britischen Stadt Manchester stattgefunden und Dutzende unschuldige Opfer hinterlassen hat. Ich…

Vernichtung Israels, „wenn‘s nicht anders möglich ist“

Von Florian Markl In einem Kurier-Artikel behauptet Erich Waldmann, der Imam der schiitischen Imam-Ali-Moschee in Wien, der alljährliche, vom iranischen Regime ins Leben gerufenen Al-Quds-Marsch ziele nicht auf die Zerstörung Israels ab: „Wir fordern einen Abzug Israels aus den besetzten Palästinenser-Gebieten und gleiche Rechte für Juden, Christen und Muslime in…