Nach monatelangen iranischen Attacken reagierten die beiden Golfstaaten mit Angriffen auf Lager für Drohnen und Raketen in der Islamischen Republik.
Bahrain und Kuwait haben Anfang dieses Monats heimlich militärische Ziele im Iran angegriffen, berichtete das Wall Street Journal am Freitag. Dabei führten die Golfmonarchien Luftangriffe auf iranische Drohnen- und Raketenlager sowie andere Ziele durch, nachdem sie seit Kriegsbeginn Ende Februar monatelang iranischen Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt waren.
Die Angriffe sind die ersten Offensivoperationen der beiden Länder auf dem Gebiet der Islamischen Republik. Sie folgen auf eine ähnliche Serie nicht öffentlich bestätigter Angriffe, die Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu Beginn des Krieges durchgeführt hatten.
Verlust iranischer Abschreckungskraft
Berichten zufolge versorgten die VAE Bahrain und Kuwait mit Zielinformationen und stellten luftseitige Deckung für die Angriffe bereit. Die mit den Vereinigten Staaten verbündeten arabischen Länder sind seit Kriegsbeginn das Ziel der überwiegenden Mehrheit der iranischen Raketen- und Drohnenangriffe.
Der Iran behauptet zwar regelmäßig, US-Militärstützpunkte in diesen Ländern anzugreifen, doch seine Angriffe trafen auch zivile Infrastruktur, darunter eine staatliche Ölraffinerie in Bahrain sowie kuwaitische Kraftwerke und Entsalzungsanlagen.
»Der Verlust der Abschreckungskraft des Iran, der sich in den zur neuen Normalität gewordenen Angriffen auf iranischem Territorium widerspiegelt, ist wirklich bemerkenswert«, erklärte Jason Brodsky, politischer Direktor bei United Against Nuclear Iran. Er könne kaum glauben, »dass diese arabischen Länder ›Israels Krieg‹ führen«, beschrieb auch der Kolumnist und leitende Autor beim Washington Examiner, David Harsanyi, die Neuartigkeit der Situation.
